| Vielfalt Natur - Aktuell |
| Überwinternder Weißstorch |
| Seit Ende Oktober 2004 erreichen uns besorgte Anrufe, die Presse wird informiert und fragt bei uns nach: | ||
| "Ein Weißstorch hat den Anschluss verpasst - was ist zu tun?" | ||
| Wir freuen uns, dass sich eine Reihe von Bürgern um den "zurückgebliebenen" Weißstorch besorgt zeigt - zeugt dies doch von Verantwortung für Natur und Kreatur, die wir uns öfter wünschen würden. | Die Störche suchen die Nähe von Siedlungen, sie können sich vermutlich von Mäusen ausreichend ernähren, und wenn der Winter langen Frost oder hohen Schnee bescher, dann können sie im allgemeinen in mildere Regionen - in das Donaumoos oder an den Bodensee - ausweichen. | |
| Zuerst wurde uns ein Storch aus Raisting gemeldet, der augenscheinlich den Anschluss an seine Artgenossen verpasst hatte. Dann wurde ein Storch - der selbe? - vom Höhenrücken bei Frieding gemeldet - Manfred Schelle fand ihn putzmunter und wohl genährt. Mitte Dezember machten Zeitungsleser auf einen Storch bei Seefeld-Oberalting aufmerksam, immer in Sorge um sein Wohlergehen. Dabei kann er auch auf der Straße "spazieren gehen" - Autofahrer, bitte Vorsicht! | Wichtig ist, dass der Storch ungestört die Nähe des Menschen suchen kann - an alle Spaziergänger also die dringende Bitte: | |
| ● | Halten Sie genug Abstand vom Storch, verfolgen Sie ihn nicht - auch nicht mit der Kamera! | |
| ● | Nehmen Sie Ihren Hund an die Leine! | |
| ● | Freuen Sie sich an seinem Anblick - aber lassen Sie ihn in Ruhe! | |
| Bisher konnten wir guten Gewissens alle Sorgen zerstreuen: Wiederholt schon blieben Störche bei Weilheim den Winter über hier, Fütterungsaktionen wurden zunächst organisiert, erwiesen sich aber, wie erwartet, als unnötig. Das ist die feste Überzeugung nicht nur von Johann Heilbock, dem LBV-Vorsitzenden des Lkr. Weilheim-Schongau. |
Bisher konnte noch niemand definitiv mitteilen, ob der Storch einen Ring (am Bein) trägt. Das wäre aber interessant - noch interessanter wäre die Ablesung eines evtl. vorhandenen Ringes. Dann könnte der Vermutung nachgegangen werden, ob es sich bei diesem Storch um eine ausgewildertes Individuum z. B. aus einer elsässischen Aufzuchtstation handelt, das den Zugtrieb verloren hat. |
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H. G. |
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