| Vielfalt Natur | |
| Schmetterlinge im Landkreis Starnberg | |
| Auf der Erde gibt es über 100.000 Schmetterlingsarten. Sie werden in Tagfalter (ca. 18.000 Arten), Nachtfalter (ca. 130.000 Arten) und Kleinschmetterlinge unterteilt. In Mitteleuropa leben etwa 4.000 Arten. |
| Schmetterlinge durchlaufen 4 Entwicklungszyklen: Ei, Larve (Raupe),
Puppe (Kokon) und Schmetterling. Die meisten Larven ernähren sich nur von
wenigen Pflanzenarten (z.B. Brennnesseln). Die Verbreitung der
Schmetterlinge ist an diese artspezifische Futterpflanze gebunden. Die
erwachsenen Schmetterlinge ernähren sich vor allem von Nektar, Pollen,
faulenden Früchten. In Mitteleuropa überdauern Schmetterlinge den Winter
in einer Ruhephase, in den meisten Fällen als Puppe. Und wo stecken die Schmetterlinge im Winter? Was machen Schmetterlinge im Frühjahr? Was treiben Schmetterlinge im Sommer? |
| Schmetterlinge gelten als empfindlicher Anzeiger für den Zustand der Natur. Die Zahl der Schmetterlinge hat in den letzten Jahrzehnten stark abgenommen. Das hängt vor allem mit der Zerstörung ihrer Lebensräume zusammen (Moore, Trockenrasen, starke Düngung von Wiesen, Verwendung von Herbiziden auf Äckern zur Vernichtung von "Unkräutern" usw.). sieh auch: Seltene Schmetterlinge |
| Was kann man tun? Schutz und Erhalt der Lebensräume! Ödland muss erhalten bleiben, Brachliegen von Teilflächen, Erhalt von Feld- und Wegrändern, Verminderung der Düngung. Veränderung der Mäh-Rythmen (siehe z.B. das LBV-Konzept: München blüht). siehe auch: Schmetterlings-Pflanzenliste |
| "Wer die Raupe nicht
ehrt, ist des Schmetterlings nicht wert" Im Privatgarten ist der Raupenfraß oft nicht gerne gesehen, Brennesseln unerwünscht: einen Großteil der Lebensenergie des Schmetterlings sammelt er als Raupe - und wo Raupen nichts zu fressen finden, gibt es auch keine Schmetterlinge. siehe auch Umwelttipps -> Schmetterlingsschutz im Garten (Umwelttipp) |
| Admiral Spannweite: 50-60 mm Nahrung: Blüten, auch abgefallenes Obst; Raupe: Brennesseln Vorkommen: Wanderfalter, bei uns von Mai bis Oktober. Sie wandern mit dem Wind von der Sahara bis nach Skandinavien. Sie wandern jedes Jahr neu bei uns ein, da sie hier nicht überwintern können Geschützt |
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Distelfalter Spannweite: 50-60 mm Nahrung: Blüten, abgefallenes Obst; Raupe: Disteln, Brennesseln Vorkommen: Wanderfalter. Er kommt aus den subtropischen Steppengebieten und wandert bis Nordskandinavien und bis Südafrika. Geschützt |
| Kleiner Fuchs Spannweite: 35-50 mm Nahrung: Blüten, Früchte; Raupen: Brennesseln Vorkommen: Im offenen Gelände, häufig, 2-3 Generationen Geschützt |
| Tagpfauenauge Spannweite: 50-60 mm Nahrung: Blüten; Raupen: Brennesseln Vorkommen: Im offenen Gelände, an Waldrändern, in 2 Generationen - fast das ganze Jahr zu sehen Geschützt |
| Schwalbenschwanz Spannweite: 60-80 mm Nahrung: Blüten; Raupen: Doldenblüten, z.B. Fenchel, Kümmel Vorkommen: Im offenen Gelände, 2-3 Generationen Geschützt |
| Landkärtchen Spannweite: 30-40 mm Nahrung: Blüten; Raupe: Brennesseln Vorkommen: Feuchte Waldränder, Bachufer, Hecken Zwei verschiedene Formen, abhängig von der Jahreszeit Geschützt |
| Landkärtchen (siehe oben) |
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