| LBV - Service - Info | |
| Gefährdung von Tier- und Pflanzenarten | |
| Rote Liste Bayern 2003: Fische | |
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aus: Rote Liste gefährdeter Fische (Pisces) und
Rundmäuler (Cyclostomata) Bayerns von Erik Bohl, Harald Kleisinger und Eberhard Leuner |
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| BayLfU / 166 / 2003, s. S. 52 f. | ||
| Begleittext zusammengefasst oder als wörtliches Zitat kenntlich gemacht; Gliederung und Hervorhebungen H.G. | ||
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Es handelt sich um keine Inventurliste, sondern
um eine Beschreibung des Gefährdungsstatus natürlicherweise in Bayern
vorkommender Fisch- und Rundmäulerarten. Die Einteilung erfolgte nicht nach Naturräumen, sondern nach Stromeinzugsgebieten: Main-Elbe (Nordbayern) und Donau und Bodensee (Südbayern) Neu aufgenommen wurden einige in der bayerischen Donau von Österreich her zunehmend auftretende Arten (Donaukaulbarsch, Kessler-Grundel) und potenzielle Wiederbesiedler aus dem Flussgebiet des Rheins (Meerneunauge, Finte, Meerforelle) Revision der systematischen Einteilung vor allem bei Seesaibling, Kilch und Renken, bei denen sich eine Differenzierung einzelner lokaler Arten abzeichnet, dagegen werden Bach-, See und Meerforelle systematisch zusammengefasst. Gefährdungsursachen: „Die stoffliche Belastung der Gewässer hat sich infolge der fortgeschrittenen Abwasservorsorge insgesamt deutlich als Bedrohungsfaktor verringert; sie hat sich von punktuellen Belastungsquellen zu diffusen Einflüssen aus der Fläche verlagert. Dadurch tritt die physiko-chemische Qualität des Wassers zurück gegenüber der Degradierung der Struktur und des Abflussverhaltens, welche durch den Ausbau der Gewässer zur Hochwasserregulierung und zur Energieerzeugung verursacht wurden.“ „Dies Degradierungen wirken sich u. a. aus durch ► strukturelle Verödung, ► ökologisch unverträgliche Abflusssteuerung sowie ► vielfache Unterbrechung der linearen und lateralen Durchgängigkeit der Gewässer aus auf die ► Qualität und Erreichbarkeit der Habitate und führen nicht selten zur ► genetischen Verinselung von Fischpopulationen.“ |
"Die Situation der rheophilen
[Fließgewässer liebende] Arten hat sich seit der letzten Version der
Roten Liste praktisch nicht verbessert. Dies unterstreicht die besondere
Gefährdung der Fische durch die Verschlechterung frei fließender Gewässer
und ihre Strukturvielfalt und Dynamik. Um diesen teilweise hoch spezialisierten Arten langfristig bessere Überlebenschancen zu bieten, ist die ► Bewahrung und Verbesserung ihrer Lebensräume, einschließlich der Wiederherstellung der Durchgängigkeit oberste Prämisse. Wie hoch sich noch der aktuelle Zerschneidungsgrad in bayerischen Fließgewässern darstellt, zeigen Untersuchungen von STROHMEIER (2002) und KOLBINGER (2002). Besonders unter den Bedingungen ► strukturell geschädigter Habitate können situationsbezogen andere Einflussfaktoren, wie ► Krankheiten oder Parasitosen sowie ► Fraßdruck und ► Befischung die Bestandssituation weiter verschlechtern.“ H. Guckelsberger Liste folgt |
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