| Vielfalt Natur - Bedrohung der Vogelarten |
LBV Starnberg |
| Kommt der Kuckuck immer früher? | |
| Wann rief’s „Kuckuck“? | |
| LBV findet Anzeichen für Anpassung an Klimawandel | |
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Der Kuckuck ist einer der bekanntesten Frühlingsboten. Er wird vermutlich aber auch einer der Vögel sein, die am meisten unter dem Klimawandel leiden. Denn er hat sich noch nicht an den immer eher beginnenden Frühling angepasst. Aus diesem Grund hatte der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) dazu aufgerufen, die Ankunft des Jahresvogels 2008 zu melden. Die eingegangenen Daten liefern ein sehr genaues Bild von der diesjährigen Rückkehr des Kuckucks. Der LBV erkennt erste Anzeichen für eine Anpassung des Kuckucks an den Klimawandel. Mit seinem Aufruf, den ersten Kuckuck zu melden, wollte der LBV herausfinden, wo und wann genau der Kuckuck in Bayern eintrifft, und ob er nicht vielleicht doch auf die veränderten Bedingungen in seinem Brutgebiet reagiert. Denn viele seiner Wirtsvögel beginnen inzwischen einige Tage früher mit dem Brutgeschäft, während er selbst seine Rückkehr aus Afrika nicht zu ändern scheint. Somit wird der Zeitraum, in dem er seine Eier den künftigen Zieheltern unbemerkt unterschieben kann, zunehmend kleiner. Die Resonanz auf den Aufruf war groß: Knapp 700 Kuckucke aus 71 Stadt- und Landkreisen wurden meist online gemeldet. Der 1. Kuckuck wurde bereits am 15. März bei Meitingen (Landkreis Augsburg) gehört. |
Die Hauptankunftszeit lag in
der 2. Aprilhälfte, besonders zwischen dem 21. und dem 27.
April. Einige Nachzügler wurden noch bis in die 2. Maihälfte
hinein gemeldet. Während der Hauptankunftsphase verteilten sie sich recht gleichmäßig über die Mitte Bayerns. Nur im äußersten Norden und Osten verlief die Ankunft eher zögerlich. So lag die Ankunftszeit in der Oberpfalz hauptsächlich um den 27. April. Den nordwestlichsten Bezirk Unterfranken erreichten die meisten Kuckucke erst Anfang Mai. Die ersten Vögel waren bis zu 10 Tage früher, als aus vorangegangenen Jahren bekannt. In der Gesamtheit aller Meldungen handelt es sich hierbei zwar noch um Einzelfälle. Sie zeigen aber, dass zumindest einzelne Tiere in der Lage sind, ihre Ankunft im Brutgebiet etwas nach vorne zu verlegen. Um dieses Ergebnis zu überprüfen, wird der LBV die Studie im kommenden Jahr fortsetzen. V.i.S.d.P. und Ihre
Ansprechpartnerin: Anne Schneider |