| Viele Arten, die als
gefährdete Arten auf der Roten Liste stehen, kommen kaum ans Futterbrett,
da sie entweder als Zugvögel die Wintermonate in südlicheren Gefilden
verbringen oder als Spezialisten an bestimmte Lebensräume der freien
Landschaft (z.B. Seen, Sümpfe, Gebirgswälder...) gebunden sind. Diese
Lebensräume sollten wir erhalten und schützen und Störeinflüsse vermeiden
- denken Sie etwa an Kiebitz und Brachvogel. Dafür
setzten sich die Verbände für Naturschutz wie der LBV u. a. ein. |
- Nur bei geschlossener Schneedecke,
Vereisung oder Dauerfrost füttern (unter -5 °C)
- Maßvoll und regelmäßig füttern.
Lieber täglich eine Handvoll, als hin und wieder eine
größere Menge. Für Körnerfuttermischungen sind Futterspender am besten, bei
denen immer nur die Futtermenge freigegeben wird, die gerade benötigt wird.
- Futterhäuschen vor Katzen schützen
und ihnen keine Möglichkeit bieten, sich ungesehen anzuschleichen oder überraschend
aufzutauchen.
- Verhindern Sie nach Möglichkeit,
dass Tauben und Rabenvögel
davon profitieren: Ärger mit Hausbesitzern und Liebhabern der Brutvögel ist sonst programmiert.
- Zum Schutz vor Salmonellose Futter vor
Nässe schützen und sorgfältig sauber (Kot!) halten. Futterspender sind praktisch, weil deren Konstruktion die Verschmutzung mit Vogelkot
unmöglich
macht. (Allerdings fällt auch Futter auf den Boden).
- Zur Gefahr der Salmonellose
zitieren wir den Schweizer Vogelschutz: "Die Übertragung und
Ausbreitung seuchenartiger Erkrankungen stellen mit Abstand die grösste
Gefahr an winterlichen Futterstellen dar. Zu ihnen gehört die
Salmonellose, eine tödliche bakterielle Darminfektion.
Kotverunreinigungen am Futterbrett müssen möglichst vermieden werden.
Die Vögel sollten also nicht ins Futter sitzen können. Allfällige
Verunreinigungen mit heißem Wasser beseitigen. Sollten Sie tote Vögel um
das Futterhaus finden, so muss dieses sofort entfernt und gründlich
gereinigt werden. Die Fütterung darf dann erst 2– 3 Tage nach der
Reinigung wieder aufgenommen werden." (Die toten Vögel sind im
Restmüll (!) zu entsorgen, Hände gründlich waschen).
- Fettfutter ist gut, ggf. auch Meisenringe und Futterkugeln sind (bedingt) geeignet. (In den
Kunststoffnetzen der Meisenknödel haben sich schon Vögel verhakt..)
- Körnerfresser mögen gerne Sonnenblumenkerne
und Hanfsamen;
Weichfutterfresser benötigen Haferflocken, Fett-Kleie-Gemisch,
Rosinen, Wildbeeren oder Obst. Für beide Arten sollte das Futter an getrennten Orten angeboten werden.
Auskunft über spezielle Futtermischungen erteilt gerne auch Hans Werner,
LBV-STA:
Tel. 08171- 2 92 79
- Amseln, Drosseln, Rotkehlchen:
Weichfutter wie Äpfel, Rosinen, Getreideflocken.
- Finkenvögel wie Buchfink, Bergfink,
Grünfink, Stieglitz/Distelfink, Zeisige, Dompfaff/Gimpel, aber auch
Kleiber: Sonnenblumenkerne, Erdnussbruch, Sämereien (wie Hanf,
Mohn - aber auf Qualität achten, sonst holen Sie sich gefährliche (hochallergene) Verunreinigungen mit
Beifuss-Artemisia-Ambrosie-Samen in den Garten!).
- Meisen, Spatzen mögen fast alles.
- Ein naturnaher Garten mit
Beerensträuchern wie Liguster, Holler (auch wegen der borkigen Rinde) und viel Laub
unter den Sträuchern, Spinnweben unter dem Dach, stellt einen guten
Wintervorrat auch für Vögel dar, die wenigstens zwischendurch auch
Spinnentiere oder Käferchen brauchen.
- Niemals gesalzenes Futter oder
Speisereste anbieten.
- Verzichten Sie auf (große)
Nüsse und Nuss-Stangen - Sie locken Rabenvögel wie Elstern,
Eichelhäher und Rabenkrähen in Ihren Garten.
- Wasservögel - Schwäne, Graugänse,
Kanadagänse, Enten, Blessrallen - sollen auf keinen Fall gefüttert
werden. Selbst bei Vereisung der Seen können sie auf offene
Fließgewässer (Würm, Amper, Loisach) oder andere große Seen (z. B.
Bodensee) ausweichen und dort das naturgemäße Futter finden.
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