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Umwelttipp: |
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Blühende Weidenkätzchen - erste Bienennahrung!
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Sobald Anfang März die
ersten sonnigen Tage mit Temperaturen über 12 °C kommen, drängt es die Honigbienen
nach langer, dunkler Zeit hinaus vor das Flugloch, den wärmenden
Sonnenstrahlen entgegen. Nach dem Reinigungsflug wird im Bienenstock ein
Brutnest gebaut, in dessen Zellen die Königin ihre ersten Eier legt. Nach
drei Tagen schlüpfen daraus kleine Maden, die mit Futtersaft von den Nährdrüsen
der Arbeiterinnen (aus den in ihrem Körper gespeicherten Eiweißvorräten
des Vorjahres) versorgt werden.
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Zu
dieser Zeit beginnen die Weiden an Wegrändern und Bachläufen
rasch auf die wärmeren Tage zu reagieren. Sie werfen die kastanienbraunen
Hüllen ab, die schützend ihre silbrig glänzenden Blütenkätzchen
umgeben. Im März blühen die noch blattlosen Weidensträucher. Die Kätzchen
duften und leuchten dann prächtig goldgelb und bieten genau das an, was
die Bienen jetzt so dringend brauchen: Blütenstaub! Er ist reich an Eiweiß,
Fett, Kohlenhydraten und Vitaminen. Neben den Sträuchern mit den gelben Kätzchenblüten
(männliche Staubblüten!) finden wir auch Weiden mit grünlichen Kätzchen
(weibliche Kätzchenblüten!). Alle Blüten bieten reichlich Nektar, über
den sich auch die ersten Schmetterlinge: Kleiner Fuchs, Pfauenauge,
Zitronenfalter und viele andere Insektenarten freuen.
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Aber
vor allem sammeln die Bienen jetzt den gelben Blütenstaub
(Pollen). Auf den blühenden Weidensträuchern können wir nun ein
intensives Summen und Krabbeln, sowie dick mit Pollen beladene Bienen
("Höschen") beobachten. Die kostbare Nahrung wird als sog.
Bienenbrot in besonderen Zellen aufbewahrt. Die Brutpflegerinnen machen
dann eine Art Milch daraus, mit der die Kleinen Maden (siehe oben) bis zum
6. Tag gefüttert werden. Am 21. Tag schlüpft das fertige Insekt, die
Honigbiene. Bis Mitte Mai kann so ein Bienenvolk auf 20.000 bis 30.000
Tiere anwachsen, die bei der Obstblüte eine große, unentbehrliche
Bedeutung für die Ertragssteigerung durch Insektenbestäubung
haben. 80 Prozent aller Blütenbesucher im Mai sind Honigbienen.
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Somit
wird verständlich, dass die blühenden Weidenkätzchen als erste
Nahrungsquelle für die Bienen unter besonderem Schutz stehen und nicht
gepflückt werden dürfen. Wer für die Osterzeit auf
"Palmzweige" nicht verzichten kann, dem bieten Blumengeschäfte
besonders schöne Zweige der Saalweide (Palmweide) aus speziellen Zuchtgärtnereien
an. Ohne Wasser in der Vase aufgestellt, trocknen die Zweige mit den
silberhaarigen Kätzchen und können so viele Jahre verwendet werden. Die
frischen Weidenzweige lassen sich aber auch gut als Stecklinge verwenden,
da sie nach einiger Zeit im Wasser (oder direkt in der feuchten Erde)
Wurzeln schlagen und dann in wenigen Jahren zu schönen Sträuchern
heranwachsen, die in keinem Garten fehlen sollten!
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Auch
im Landkreis Starnberg gibt es zahlreiche Bienenstöcke, die von Imkern gepflegt
werden. Schützen wir unsere Weidenkätzchen, so belohnen uns die Bienen
mit reichlich Obst und Honig! |