| Denk – mal – Trink – Wasser – Ver – (sch) – wendung! Sie haben Geld zu verschenken? (Dann lesen Sie bitte nicht weiter) Wassersparen rechnet sich. Deutschland gehört zwar zu den wasserreichen Ländern, doch auch hier ist das Wasserdargebot regional unterschiedlich verteilt. Selbst in Bayern gibt es sogenannte „Wassermangelgebiete“, in denen technisch aufwendige Ausgleichsmaßnahmen durchgeführt werden müssen. Kopfzerbrechen bereitet allerdings vielerorts nicht die Qualität, sondern die Quantität. Für zahlreiche Wasserversorger wird sich in Zukunft die Frage stellen: „Haben wir noch genügend sauberes Wasser zur Verfügung?" |
Die Ausweisung ausreichend großer Schutzgebiete, die Erhaltung regionaler Wasserversorgungen stößt zunehmend an ihre Grenzen. Immer öfter wird die Trinkwasserversorgung anderen Nutzungsinteressen geopfert. Jede Wasserentnahme stellt einen Eingriff in die ökologischen Zusammenhänge dar. Teilweise wird schon jahrtausende altes Wasser gefördert, das sich in „menschlichen“ Zeiträumen nicht mehr regeneriert. Zudem können durch die Wasserentnahme Schadstoffe in diese tiefen Schichten quasi angesaugt werden. |
Der Durchschnittsbürger verbraucht heute rund 130 Liter Trinkwasser täglich. Davon rauscht der weitaus größte Teil durch die Toilette oder wird zum Baden/Duschen und Wäschewaschen benötigt. Lediglich drei bis sechs Liter finden tatsächlich als Lebensmittel Verwendung. Dabei geht es nicht um Tropfenzählerei, sondern darum, die vielfältigen Möglichkeiten zu nutzen, größere Wassermengen einzusparen, ohne dass man auf den gewohnten Komfort verzichten muss. Wasser sparen heißt auch Abwasser sparen. Warmwasser sparen senkt die Energiekosten. Die Devise muss also heißen: „Trinkwasser sinnvoll verwenden statt verschwenden.“ Defekte Wasseranlagen (tropfender Hahn, defekter Spülkasten usw.) bitte reparieren! |
|
Hier ein Rechenbeispiel. Zur einfacheren Berechnung gehen wir davon aus, dass 1000 Liter (1 m3) Trinkwasser DM 5,- kosten. Tropfender Wasserhahn: Verlust ca. 50 Liter täglich. Das sind DM 0,25 täglich, monatlich DM 7,50, jährlich DM 90,-. Die vom Wasserzähler gemessene Menge muss bezahlt werden, auch wenn das Wasser abgeflossen ist. Der verantwortungsvolle und sparsame Umgang mit unserem wichtigsten Lebensmittel trägt also nicht nur zur Schonung der Grundwasserreserven bei, sondern zahlt sich auch finanziell aus. |