| Skifahren und andere Wintersportarten sind immer beliebter geworden, so dass mittlerweile allein in den Alpen 40.000 Skipisten mit insgesamt rund 120.000 km an Abfahrten auf über 12 Millionen Skifahrer warten. 13.000 Lifte und Seilbahnen erleichtern den Weg zu den Pisten. Darüber hinaus findet jetzt in den Zentralen Alpen eine neue Erschließungs- und Erweiterungswelle von Skigebieten statt! Sie fragen vielleicht: was kann man bei Schnee und Eis schon kaputt machen? Doch leider ist der Wintersport ein großes Problem für die Natur. Der verantwortungsbewusste Erholungssuchende sollte sich darum einige Punkte klarmachen, um möglichst naturschonend dem weißen Vergnügen zu frönen: |
| Skifahren abseits von vorgegebenen Routen und Pisten stört die Tiere in ihren letzten wenigen Rückzugsgebieten. Bedenken Sie bitte, dass im Winter der Stoffwechsel der Tiere auf Sparflamme geschaltet ist, damit sie auch in der nahrungsarmen Zeit noch überleben können. Vögel (wie z.B. Birk-, Hasel- und Schneehühner, Auerhühner, Rehe, Gemsen usw.) halten sich meist in möglichst geschützten Lagen regungslos auf. Nur zur Futtersuche wenden sie kostbare Energie auf. Wird so ein Wildtier durch einen Skiläufer abseits der gewohnten Route aufgeschreckt, dann verbraucht es bei der Flucht das zehnfache an Ruheenergie. Eine zehnminütige Flucht verbraucht durchschnittlich mehr Energie, als das Tier an einem Tag mit der kargen Winternahrung aufnimmt. Kommt jetzt noch ein nahrungsloser Tag oder eine Schlechtwetterperiode, so stirbt das Tier an Auszehrung. |
| Lieber Skifahrer, bleiben Sie also bitte auf den öffentlichen Routen und Abfahrten, denn an diese haben sich die Tiere gewöhnt. Abseits dieser Pfade ziehen sie eine - wie Untersuchungen gezeigt haben - 400 m breite Störungsbahn durch die Landschaft. |
| Das Aufbringen von Kunstschnee ist eine erhebliche Beeinträchtigung der Natur. Der Boden wird mit Stickstoff und Salzen belastet. Weiterhin wird durch das Einbringen von Rohrleitungen gewachsener Boden zerstört. Durch den Kunstschnee wird die Wachs-tumszeit der Pflanzen verkürzt und die Artenzusammensetzung der Pflanzengesellschaften verändert. Der Lärm und die Betreuung der Beschneiungsanlagen (nachts mit Beleuchtung) führen zu einer intensiven Störung der Wildtiere. Bedenken sollten wir auch den enormen Energieverbrauch der Schneekanonen. Eine Anlage benötigt in 10 Stunden den Energiebedarf eines Einfamilienhauses im Jahr! Zur Erzeugung des Kunstschnees werden zudem große Mengen an kostbarem Trinkwasser verschleudert. Bitte fahren Sie nur bei ausreichendem Naturschnee Ski, d.h. bei einer geschlossenen Schneedecke von mindestens 30 cm! Für schneearme Tage gibt es viele naturverträgliches Wintersport-arten, wie z.B. Langlauf oder Winterwandern. (Auskunft zum Thema "Naturverträgliches Skifahren": Deutscher Alpenverein, Telefon 089-1 40 03 73) |
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Die meisten Skifahrer fahren mit ihrem Pkw in die Berge. Kilometerlange Autoschlangen blasen riesige Mengen an Schadstoffen in die Atmosphäre und belasten so Mensch und Natur. Versuchen Sie deshalb, ihre Fahrt möglichst energieschonend zu gestalten, sei es in Fahrgemeinschaften, mit Bussen oder mit der Bahn. Bei
der Deutschen Bahn gibt es Sparmöglichkeiten: |