| Umwelttipps |
LBV Starnberg |
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Glasscheiben als Vogelfalle |
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„Glasbau der „Villa Rustica“ gilt als Vogelfalle“ von Blanche Mamer |
| (Leserbrief H. Guckelsberger zum Artikel in der Starnberger SZ vom 16.6.2003) |
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Die
derzeitige Mode in der Architektur, Gebäude mit riesigen Glasfassaden zu
bauen, verschärft das Problem der Glasscheiben als Todesfallen für Vögel.
Aber auch gläserne Wartehäuschen für Bus und S-Bahn sind –
vermeidbare! – Todesfallen. Nur ein Bruchteil der an diesen Todesfallen
verunglückten Vögel wird aufgefunden, die weitaus meisten verenden
weiter entfernt oder werden von Aasfressern wie der Rabenkrähe geholt. |
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Diese
Methode wurde 1990 von Ernst Zach und W. A. Bajohr vom LBV Gilching
beim Bau der Schallschutzwände an der A 96 vorgeschlagen. Sie ist als „Gilchinger
Gardine“ weitgehend Standard im Fernstraßenbau nicht nur Deutschlands
geworden. Bei dieser Methode sollten aus Kostengründen bereits vor dem
Einbau der Scheiben die Streifen eingearbeitet werden. |
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Ein
möglicher Notbehelf ist es, nachträglich
milchige,
witterungsbeständige, selbstklebende Streifen
aus Polyethylen an der Außenseite aufzubringen („Birdstripes“).
Sie sind 2 cm breit und sollen ebenfalls im Abstand von höchstens 10 cm
senkrecht aufgebracht werden. |
| Sie dürften eine Haltbarkeitsdauer von etwa drei Jahren haben und müssen dann erneuert werden. Es darf aber nicht verschwiegen werden, dass - vor allem bei getönten Scheiben oder Thermoglas - diese Streifen zu Beschädigungen oder sogar zum Platzen der Gläser führen können. Eine Haftung kann der LBV nicht übernehmen! |
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Andere
Aufkleber - Kinderzeichnungen, Folienbänder, Aufkleber -
können eine gewisse Wirkung entfalten - sie müssen aber außen
angebracht werden. Sie müssen in ziemlich großer Dichte
aufgebracht werden, was nicht immer erwünscht ist: Je auffälliger und flächiger,
desto wirkungsvoller. (Die Form - z.B. Greifvogelsilhouette - spielt dabei
keine besondere Rolle). |
| Eine unkonventionelle Methode ist derzeit noch in der Diskussion: Sonnenschutzcreme (!), am besten Sunblocker, soll auf Grund seiner UV-Undurchlässigkeit die Scheiben für Vögel erkennbar werden lassen, während sie dem menschlichen Auge weiterhin durchsichtig erscheinen. Siehe: www.birdnet.de/vogelhilfe/Vogelschlag.htm. Die Creme soll auch die Wirksamkeit der Streifen und der Silhouetten verbessern. Verlässliche Untersuchungen dazu sind uns aber noch nicht bekannt. Weiterentwickelt wurde diese Methode im "Birdpen". Praktiker sehen einen Nachteil darin, dass die Muster, die mit ihm gezeichnet werden, mit der Zeit verschmieren und beim Fensterputzen (außen) verloren gehen. |
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H. Guckelsberger |
| Ergänzungen: |
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Ausführlichere
Darstellung: „Vögel und Scheiben“ - „Merkblätter für die
Vogelschutzpraxis“ des Schweizer Vogelschutzes SVS und der
Schweizerischen Vogelwarte, Sempach, als download unter: „Merkblätter für
die Vogelschutzpraxis“. Ausführlich mit Naturschutz im Siedlungsraum und an Gebäuden befasst sich eine weitere Website aus der Schweiz (www.bauen-tiere.ch) ; von dort aus - oder auch direkt unter www.vogelglas.info (kann dann auf Deutsch angewählt werden) finden sich ausführliche und praxiserprobte Hinweise. |
| Die neueste Information von 2010 finden Sie in der Broschüre: "Glasflächen und Vogelschutz" von LBV/NABU, fortentwickelt aus der Schweizer Broschüre von 2008. |
| zu Startseite | |
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dort speziell: "Einstieg"; "Fachinformationen" und "CRB/NPK") |
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siehe auch: Leitfaden Vögel und Glas (Schweiz 2008) (pdf) |
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siehe auch: Jungvögel |