Umwelttipp:

Bitte nicht stören - Fledermäuse im Winterquartier

 
Unsere heimischen Fledermäuse suchen im Oktober ihre Winterquartiere auf. Kühl, feucht und frostsichere sollen die Verstecke sein. Zum Teil nehmen die Tiere weite Wanderungen in Kauf um geeignete Höhlen, Felsspalten, Stollen, Bunker, alte Bierkeller usw. zu finden, aber auch hohle Bäume und Brennholzstapel dienen als Quartiere. Fledermäuse sind sehr ortstreu und suchen immer wieder die ihnen bekannten Quartiere auf.
 
Es kann jedoch vorkommen, dass sich Fledermäuse auf der Quartiersuche verfliegen und dann unerwartet in der Wohnung oder im Keller hängen. Bitte setzen Sie die Fledermaus (dazu Handschuhe anziehen!) in ein Schächtelchen oder in einen Stoffbeutel (gut verschließen!) und informieren Sie möglichst umgehend einen Federmausexperten (siehe unten). Dieser wird dann das Tier begutachten (Artbestimmung, Gewicht, Parasiten, Verletzung ...).
 
Während der Zeit des Winterschlafs zehren die Fledermäuse nur von ihren angefütterten Fettreserven. Damit sie diese lange Zeit (ca. 5 Monate!) gut überstehen können, reduzieren sie ihren Energieverbrauch enorm. Jedes Erwachen, d.h. jede Störung kann für die Tiere den Tod bedeuten.
Baumfällungen, die meist in den Wintermonaten stattfinden, sind für unsere winterschlafenden Fledermäuse eine große Bedrohung.
 
Oft stürzen Stamm- und Astteile aus großer Höhe ab, was für die darin schlafenden Fledermäuse meist tödliche Verletzungen mit sich bringt. Deshalb möglichst viele alte Bäume stehen lassen und bei unumgänglicher Fällung vorher genau kontrollieren und auf Fledermausquartiere achten.

Auch in den unterirdischen Verstecken ist es wichtig, dass die Tiere dort ungestört bleiben - und die Öffnungen der Höhlen sollten nicht verschlossen werden. Ebenso ist Vorsicht geboten, wenn man im Winter Brennholz zum Heizen in die Räume holt. Auch dort können sich winterschlafende Fledermäuse verbergen.
 
Ansprechpartner für Fledermäuse: LBV-München: Tel. (089) 2 00 27 06 oder LBV-Starnberg: Tel.: (08143) 88 08 oder Frau Margarete Kistler Tel. (089) 6 42 27 56

oder die zuständigen "Landkreisbeauftragten" staatlichen Fledermausbetreuer (siehe LBV-Service-Teil).