| Umwelttipp: | |
| Wespenzeit – Sommerzeit, | |
|
Die Untere Naturschutzbehörde informiert |
|
|
Unsere häufigsten und bekanntesten Wespen gehören
zu den sozial lebenden Faltenwespen. Ebenso wie viele Bienenarten bauen
sie oft große Nester, in denen mehrere hundert Tiere wohnen können. Im
Gegensatz zu Honigbienen geht jedoch mit Beginn der kalten Jahreszeit, also im
Spätherbst, der gesamte Wespenstaat zugrunde, da keine Vorräte für die kalte
Jahreszeit gesammelt werden. Nur einige befruchtete Weibchen (Königinnen)
überwintern in geschützten Schlupfwinkeln. |
|
|
Im Frühjahr, wenn die Königinnen aus der
Winterstarre erwachen, gründen sie jeweils einen neuen Staat. Um ihre während
des Winters aufgezehrten Energiereserven aufzufüllen, besuchen die Königinnen
z.B. die Obstbaumblüten, um Nektar zu trinken. Sie zählen demnach zu dem
großen Heer von Insekten, die unersetzbar bei der Blütenbestäubung
sind. |
|
| Zunächst übernimmt die Königin alle
Arbeiten: Nestbau (zerkaute Holzfasern), Eiablage und Brutfürsorge. So zieht
sie einige Arbeiterinnen auf, die dann später den Nestbau und die
Ernährung der Larven übernehmen. Die Königin ist dann nur noch mit der
Eiablage beschäftigt. Wespenlarven verlangen eine vielseitige, eiweißreiche
Nahrung. Dazu erbeuten die Arbeiterinnen vor allem Spinnen, Insekten, Raupen und
andere organische Stoffe, die zu kleinen Klümpchen gedreht und vorgekaut an die
Brut verfüttert werden. Da die Arbeiterinnen auch viele Schadinsekten erbeuten,
tragen sie wesentlich zur biologischen Schädlingsbekämpfung bei. |
|
| Die Bedeutung der Wespen für einen stabilen
Naturhaushalt und ihr Nutzen für unsere Gärten steht damit außer Zweifel. Unsere
Wespen stehen darum unter Schutz, ebenso Hornissen, Hummeln und Bienen. Im
Herbst legt die Wespenkönigin keine Eier mehr. Die Arbeiterinnen ernähren nur
noch sich selbst, indem sie besonders gerne reife und süße Früchte naschen. |
|
|
Wespennester in unmittelbarer Nähe des
Hauses können dann noch kurzzeitig lästig sein. Im Spätherbst sterben alle
Wespen ab, außer den befruchteten Weibchen (Königinnen - siehe oben). Das
Wespennest ist dann leer und wird nicht wieder verwendet! Wespen und Hornissen
sind artengeschützte Tiere! |
|
| Bei gravierender Belästigung und
möglicher Gefahr durch Wespen für Kinder und Allergiker rufen Sie bitte Ihre
Gemeindeverwaltung oder das zuständige Landratsamt an (München-Land: Herr Dr. Kleine-Schonnefeld, Tel. 089 - 62 21 23 67). Die Behörden erteilen Auskunft und geben Rat. Bei einigen
Gemeinden übernimmt noch die Feuerwehr eine eventuell nötige, befürwortete
Entfernung der Wespennester. Das eigenmächtige Entfernen von Nestern ist nicht
gestattet und zudem auch eventuell gefährlich. |
|
Wespenstiche lassen sich weitgehend
vermeiden, wenn wir folgende Empfehlungen beachten:
|
|
| Wespenstiche sind nicht gefährlicher als Bienenstiche oder Hornissenstiche. Schwellung, Schmerz und Rötung sind normal. Kalte Umschläge, Zwiebelsaft- oder Alkoholumschläge, Eisbeutel, Insektengel, eventuell Medikamente zum Einnehmen, wirken lindernd. Jedoch Personen mit erhöhter Allergiebereitschaft für Insektengifte sollten nach einem Stich sofort den Arzt aufsuchen! Dies gilt auch bei Wespenstichen im Mond- und Halsbereich. | |