| Umwelttipp: | |
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Unsere heimischen Spinnen – faszinierend und nützlich. |
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| Weltweit gibt es etwa 30.000
bekannte Spinnenarten, von denen ca. 800 Arten in Deutschland leben. Unsere „Achtbeiner“ sind oft prächtig gemustert oder faszinieren durch ihr
Verhalten. Z.B. finden wir jetzt an klaren und windstillen Herbsttagen oftmals
Sträucher und Kräuter von allerfeinsten silbrig in der Sonne glänzenden Fäden
übersponnen („Altweibersommer“!). Diese Fäden werden von Jungspinnen
(Krabbenspinnen) in die Luft „geschossen“. An diesem Fadenfloß lässt sich
die kleine Jungspinne dann mit dem Windhauch kilometerweit davontragen
(Verbreitungsmethode). Die Lebensdauer unserer Spinnen dauert normalerweise nur
ein Jahr. Einzelne Arten, wie z.B. die Hausspinne, können jedoch mehrere Jahre
alt werden. |
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| Jede Art hat ihren spezifischen Lebensraum. Wir finden Spinnen auf dem Boden, zwischen Kräutern, in bunten Wiesen, Hecken und Wäldern. Alle bauen sich aus feinsten Seidenfäden (Spinndrüsen am Hinterleib) eine Wohnung. Als Insektenfänger sind unsere Spinnen von größtem Nutzen! Oft fertigen sie kunstvolle Fanggewebe an (Gespinste, Trichter, Radnetze, Fallen mit Klapptüren usw.). Tagsüber oder nachts erbeuten sie eine Vielzahl von Mücken, Fliegen, Blattläusen, kleinen Käfern, Wespen und Motten. Sie lähmen und töten ihre Beute mit einem Giftbiss. Für den Menschen sind unsere heimischen Spinnen jedoch völlig harmlos und wir brauen uns nicht vor ihnen zu fürchten! Nur zwei Arten, mit denen wir wohl kaum in Berührung kommen, können einen schmerzhaften Biss verursachen: | |
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| Für den Naturhaushalt erfüllen
die Spinnen als Insektenvertilger eine überaus wichtige ökologische Aufgabe!
Berechnungen ergaben, dass Spinnen bis zu 40.000 kg Insekten pro Jahr und Hektar
erbeuten können. Die Spinnen selbst sind wieder Nahrung für Vögel,
Blindschleichen, Kröten, Schlupfwespen, Eidechsen, Spitzmäuse usw.. Sie
stellen damit ein wichtiges Glied in der Nahrungskette dar. Leider sind derzeit
schon über 20 % der heimischen Spinnen durch die Veränderung ihrer Lebensräume
gefährdet (Rote Liste!). Darum ergeht unser Ruf auch hier an alle Mitbürger: |
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| Gestalten wir unsere Gärten und Grünanlagen möglichst naturnah! Kein Gift, keine Insektizide verwenden! Pflanzen wir heimische Kräuter und Wildsträucher, da sie Unterschlupf und Nahrung einer Vielzahl von Lebewesen geben! | |