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Wer die Kunst des
Kompostierens erlernen will, der sollte daran denken, dass der Kreislauf
der Stoffe kein mechanischer Ablauf ist, sondern ein Wunder des Lebens.
Der Kompost ist wie ein warmer, atmender Organismus, in dem sich mit Hilfe
von kleinen Lebewesen (Bakterien, Pilzen, Asseln, Springschwänzen, Regenwürmern)
die Umsetzungsprozesse (Verrottung) vollziehen.
Diese Betrachtungsweise
hilft uns, die Kompostierung besser zu verstehen. Die winzigen Helfer
brauchen ebenso wie wir Luft, Wasser und Wärme zum Leben. Als Nahrung
dienen ihnen die organischen Stoffe, die zum Kompost aufgeschichtet
werden. Im Kompost unseres Hausgartens spielen sich ähnliche Vorgänge
ab, wie auf einem Laubwaldboden; das Herbstlaub, krautige, im Winter
absterbende Pflanzenteile, sowie kleine Ästchen werden Jahr für Jahr von
kleinsten Lebewesen in wohlriechenden Humus verwandelt. Aus diesem Wissen
ergibt sich, dass der Kompost sorgfältig aufgebaut und gepflegt werden
sollte. |
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Folgende
Regeln sind beim Kompostieren zu beachten:
1. Der Kompost sollte an einer windgeschützten, leicht schattigen Stelle
aufgebaut werden
2. Die kompostierbaren Abfälle müssen direkt auf den offenen Boden
gelegt werden (Grasnarbe
entfernen), damit die Bodentierchen in den
Kompost steigen können
3. Alle ausgewählten Abfälle aus Küche und Garten sollen gut
zerkleinert, gut durchgemischt
und locker aufgeschichtet werden. Ab und zu
einige Schaufeln Erde darüber streuen zum
Impfen mit Kleinstlebewesen
4. Vor extremer Witterung (Hitze, Kälte, Staunässe, Trockenheit) muss
der Kompost geschützt
werden (eventuell Abdeckungen mit einer
Laubschicht, dünnen Grasschnittlagen, mit etwas
Erde oder einer
Strohmatte). Bei Bedarf auch mit Wasser begießen!
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In
9-12 Monaten entsteht so nährstoffreiche Komposterde. Der reife erdige
Kompost wird durch ein Sieb geworfen. Ein Eimer - im Frühjahr aufgebracht
- reicht für 1 - 2 m2 Gartenboden! Keinen zusätzlichen Dünger
verwenden! Überdüngung! |
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Hier
noch einige Hinweise für die richtige Auswahl von kompostierbaren Abfällen
aus Haus und Garten:
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- Gut
kompostierbare Abfälle: z.B. frische Obst- und Gemüsereste, Kaffee- und
Teereste, Kleintiermist, Haare, Laub, Blumen- und Strauchschnitt gehäckselt,
Grasschnitt welken lassen und dann gut mit Laub und Häcksel mischen und
auflockern
- Abfälle,
die in die Biotonne gehören und nicht kompostiert werden dürfen: z.B.
gekochte verdorbene Speisereste (zum Beispiel Reis, Nudeln), Fleischreste,
Knochen, Fisch, Fett, Wurst, Käsereste. Diese Abfälle verfaulen und
riechen dabei meist schlecht. Zudem werden z.B. Wanderratten oder auch Füchse
von unseren Speiseresten angelockt
- Abfälle,
die nur in die Restmülltonne gehören: z.B. Holz- und Kohlenasche,
Windeln, Staubsaugerbeutel, Kehricht, Katzenstreu .
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