Umwelt-Tipps  
Reptilien im Landkreis - kurz gefasst
Im Hochsommer häufen sich die Anrufe besorgter Bürger, weil sie eine Schlange im Garten oder gar Haus gesichtet haben.
Welche Reptilien kommen im Landkreis Starnberg natürlicherweise vor?

Kreuzotter (giftig):
Leutstettener Moos, Percha, Leutstetten
Gemeindegebiet Berg (Moore bei Höhenrain, Allmannshausen)
Kerschlacher Forst,
Ramseewald südlich Herrsching,
Görbel- und Wildmoos, Gemeinde Gilching

Schlingnatter (ungiftig):
im Kreuzlinger Forst bei Kraillling

Ringelnatter (ungiftig): im gesamten Landkreis.

Alle drei Arten stehen als “stark gefährdet” (RL 2) auf der “Roten Liste Bayerns” (1993) und sind streng geschützt.
Achtung: Es ist nie auszuschließen, dass auch (Gift-)Schlangen exotischer Herkunft (Gefangenschaftsflüchtlinge, mit Gemüsetransport eingeschleppte Exoten) angetroffen werden können!
Was ist zu beachten?  
‒ Auf Artbeschreibungen von Laien ist grundsätzlich kein Verlass. Kreuzottern können z. B. vollkommen schwarz und ohne erkennbare “Kreuzzeichnung” sein. Es kann sich aber auch um Exoten handeln, die z.B. aus einem Terrarium entkommen sind. Diese werden nur von Spezialisten erkannt. ‒ Für Feuerwehrleute, Polizei, etc.:
Ggf. einen Waschkorb o. ä. drüber platzieren, aber vorher Gummistiefel, feste Jacke und Handschuhe anziehen.
‒ Laien sollen absolut die Finger davon lassen!
- Bei Funden in einem Gebäude: Raum verlassen, Türen und Fenster schließen.
 

- Bei Funden im Garten: Abstand halten! Schlangen können sehr schnell sein und können auch hoch hüpfen, wenn man sich über sie beugt.
‒ Als Laie: Keinesfalls selbst einfangen oder gar verfolgen!
Verständigen Sie die Polizei oder Feuerwehr, die dann Betroffene an Experten verweisen können!
 

Sebastian Werner

siehe auch: Umwelt-Tipp Kreuzotter und Ringelnatter