| Umwelt-Tipps |
| Pilze |
| Die Pilze gehören trotz ihres meist verborgenen Daseins zu den faszinierendsten und bedeutsamsten Organismen im Naturhaushalt. Ihre Lebensweise ist ausschließlich auf den Abbau organischer Stoffe ausgerichtet. So zersetzen sie in erster Linie totes Pflanzenmaterial und führen dieses in den natürlichen Kreislauf zurück. Sie sind aber auch als Partner der Bäume Voraussetzung für ein gesundes Wachstum des Waldes. Nicht zuletzt greifen sie als Parasiten auch lebende Organismen an und werden so in der vom Menschen geprägten Kulturlandschaft nicht selten zum Problem. | Pilze kommen nicht nur in Wäldern vor, alle Lebensräume von den Heiden und Mooren bis an die Ränder der Gletscher besiedeln sie mit einer außergewöhnlichen Artenfülle. Die Veränderungen der Umwelt, vor allem die Zerstörung naturnaher Lebensräume, die Tätigkeit der Forstwirtschaft, sowie der Schadstoffeinträge aus der Luft hinterlassen ihre Spuren auch im Pilzreich. Über ein Drittel der heimischen Pilzarten steht inzwischen auf der Roten Liste gefährdeter Arten. |
| Die Gestalt der meist nur für kurze Zeit im Jahr erscheinenden und der Verbreitung der Arten dienenden Fruchtkörper ist von einer beeindruckenden Vielfalt. Auch die Fortpflanzung der Pilze durch Sporen gehört zu den besonders eindrucksvollen Vorgängen in der Natur. Für den Menschen spielen die Pilze seit Urzeiten als Nahrungsquelle eine bedeutende Rolle. Sie enthalten aber auch zahlreiche Inhaltsstoffe, nicht selten auch tödlich wirkende Gifte. Manche Arten speichern gesundheitsgefährdende Schwermetalle oder radioaktive Substanzen. | |
| Hinweise zum Sammeln von Speisepilzen | |
| Das Absammeln von Speisepilzen schadet nicht dem Pilzgeflecht im Boden und hat auch auf die Fruchtkörperbildung keinen Einfluss. Dies haben langjährige wissenschaftliche Untersuchungen ergeben. Auch wenn Sie als Sammler von Speisepilzen wenig für den Erhalt seltener Pilzarten tun können, sollten Sie doch bedenken, dass auch wir die Natur beim Sammeln stören! | Darum: Meiden Sie naturnahe Waldbestände, Reservate und
Naturschutzgebiete auf der Suche nach Speisepilzen. Betreten Sie kein Unterholz,
in dem Wildtiere Schutz suchen. Zerstören Sie bitte niemals mutwillig Ihnen
unbekannte Pilzfruchtkörper. Sammeln Sie Pilze in den naturfernen und meist
auch speisepilzreichen Wirtschaftswäldern. Bitte sammeln Sie nur Pilze, die Sie gut kennen! |
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Beratungsstellen, Infos |
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| ● Fragen zur Radioaktivitätsbelastung der unterschiedlichen Pilzarten und der verschiedenen Sammelgebiete in Bayern beantwortet Ihnen das Umweltinstitut München, Tel. (089) 30 77 49 11 (Frau Wurzbacher). Von August bis Ende Oktober können Sie dort auch eine kostenlose Radioaktivitätsmessung Ihrer Speisepilze erhalten. Bitte bringen Sie 250 g sortenrein gesammelte Pilze mit Angabe des Fundorts zur Untersuchung mit. | ● Im Herbst
(bis 4.10.2004) erhalten Sie in den Pilzberatungsstellen
immer montags Auskunft: Pasinger Rathaus, Landsberger Str. 468 von 8.30 - 11.30 Uhr, Zi. 101 Rathaus München, bei Stadt-Information (Marienplatz, Teil. (089) 23 32 82 42) von 10:00 bis 18:00 Uhr |
| ● Eine "Pilzausstellung" gibt es im Botanischen Garten München von Freitag, 1.10.2004 bis Sonntag, 3.10. 2004 von 9:00 - 16:30 Uhr | |
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