| Umweltipp: |
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Leuchtkäfer |
| Unser
Leuchtkäfer – faszinierend und nützlich! An warmen, windstillen Spätabenden
des Frühsommers, vor allem um den Johannitag, schweben jetzt wieder die
smaragdgrünen Lichtpunkte der Leuchtkäfermännchen durch naturnahe Gärten,
Parkanlagen, sowie kraut- und gebüschreiche Landschaftsbereiche. |
| Die größeren, flügellosen
Weibchen („Glüh- oder Johanniswürmchen“!) leuchten ihnen aus dem Gras
entgegen. Am Hinterleib der Käfer befinden sich Leuchtorgane, die bei Erregung
grünes Licht ausstrahlen. Diese Erscheinung beruht auf einer komplizierten
chemischen Reaktion, die in speziellen Leuchtzellen abläuft: der Leuchtstoff
Luziferin reagiert mit Sauerstoff zu Oxyluziferin. Die dabei freiwerdende
Energie wird zu 98% in "kaltes" Licht umgewandelt. Bei einer Glühbirne beträgt
die Lichtausbeute nur etwa 10%, der Rest der Energie geht in Form von Wärme
verloren. Die Leuchtorgane dienen nur dazu, die Geschlechter zusammen zu
führen.
Sie stellen also eine Art Lichtreklame beim Hochzeitsflug dar. Zum Auffinden
dieser typischen Leuchtplakette besitzen die Leuchtkäfer große, halbkugelige
und sehr lichtempfindliche Facettenaugen. |
Im Sommer legen die Weibchen ca. 100 Eier ab, aus denen bald die Larven schlüpfen. Ihre Lieblingsspeisen sind kleine Würmchen und vor allem Nackt- und Gehäuseschnecken. Die Leuchtkäferlarven folgen dem Geruch von frischen Schleimspuren und töten die Schnecken geschickt durch einen giftigen Biss mit ihren Kieferzangen. Im Herbst ist die Larve noch nicht voll ausgewachsen, sie überwintert gern in leeren Schneckenhäuschen und frisst sich im Frühjahr erst richtig satt. Dann verpuppt sie sich, und schon nach zehn Tagen schlüpft der Leuchtkäfer, der keine Nahrung mehr braucht. |
| Leider nimmt die Zahl dieser interessanten Insekten von Jahr zu Jahr ab. Lieber Gartenfreund, auch Sie können mithelfen, den Nachwuchs dieser nützlichen Tiere zu erhalten: |
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