Umwelttipp:

Der Laubfrosch

Hyla arborea

Im Frühsommer veranstalten sie wieder ihr nächtliches Hochzeitskonzert. Diese glänzend laubgrünen, nur 4 cm langen Geschöpfe haben weithin hörbare Stimmen. Das Quaken der Männchen - ein lautes "rapp-rapp" - lockt die weiblichen Tiere an und gehört so recht zur Stimmung warmer Frühsommernächte. Erfreulicherweise kann man das abendliche Laubfroschkonzert auch noch im Würmtal hören, z.B. im Bereich von Planegg oder bei Gauting.
 

Meist tönt dieses Rufen aus vegetationsreichen Kleingewässern. Aber auch pfützenreiche Kiesgruben suchen die Laubfrösche zu ihrer Fortpflanzung auf. Der Laich wird in walnussgroßen Klümpchen von je 10 - 50 Eiern auf dem Grund von stehenden, flachen Gewässern abgesetzt. Die Umwandlung zum Jungfrosch ist Ende Juli - August abgeschlossen. Laubfrösche erreichen ein Alter bis zu 15 Jahren.
 

Leider werden die Lebensräume dieser Froschart zunehmend zerstört (Trockenlegung der Laichgewässer, Intensivierung der Landwirtschaft, Verkehrstod). Mittlerweile steht auch der Laubfrosch auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten und kämpft um sein Überleben.
 

Da sich dieser Lurch (sowie alle Amphibien) nur im Wasser fortpflanzen kann, gelangt er auf der Suche danach auch manchmal in unsere Gartenteiche. Lieber Gartenbesitzer, haben Sie etwas Geduld, wenn sich bei Ihnen Laubfrösche vorübergehend aufhalten! Sie wandern wieder ab und leben dann versteckt im Blattwerk von feuchten Wiesen, in Sträuchern und an Waldrändern. Der Laubfrosch kann mit seinen Haftscheiben an den Füßen hervorragend klettern, bis zu einer Sitzhöhe von 10 m! Seine Nahrung besteht aus Spinnen, Fliegen, Mücken, Raupen und kleinen Käfern. Im Herbst versteckt er sich dann unter Moospolstern und Steinen, wo er die kalte Jahreszeit verbringt.
Um mehr Information über die Verbreitung der Laubfrösche in Gräfelfing und Planegg zu bekommen bitten wir Sie, Beobachtungen dieser Tiere in Teich oder Garten an Herrn Schmidt-Sibeth, T. (089) 85 54 78 zu melden.