| Umwelt-Tipps - Presse | |
| Kreuzotter und Ringelnatter | |
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Bericht in der SZ-STA vom 9.8.2004: |
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Unerwarteter Besuch
von Kreuzotter und Ringelnatter |
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Von Sylvia Böhm-Haimerl Starnberg □ Alle drei im Fünfseenland heimischen Schlangenarten gelten als stark gefährdet. Doch mittlerweile scheinen sich die Populationen zu erholen: In den vergangenen Wochen gingen beim Landesbund für Vogelschutz (LBV) in Stegen auffallend viele Anrufe von besorgten Bürgern ein, die eine Schlange im Garten oder sogar im Haus hatten. "Die Kreuzottern nehmen zu", sagt LBV-Experte Sebastian Werner. Insbesondere im Bereich Herrsching und am Nordufer des Starnberger Sees vom Leutstettener Moos über Percha bis Höhenrain seien in den vergangenen Wochen vermehrt die giftigen, aber dennoch meist ungefährlichen Vipern beobachtet worden. An den Naturschutzwächter im Landkreis, Manfred Schelle, wenden sich ebenfalls viele Bürger. Durchschnittlich einmal pro Woche wird er gerufen, um eine Schlange einzufangen und sie in einem Biotop wieder auszusetzen. "Ich fange die Tiere ein - nicht den Leuten, sondern den Schlangen zuliebe", sagt er. Ob im Lichtschacht, auf der Terrasse, unter einem Holzstoß oder sogar im Haus - rund zehn Mal ist er in dieser Sommersaison schon zu einem Schlangeneinsatz gerufen worden. Bis Schelle allerdings zur Stelle ist, ist das Tier oft schon wieder verschwunden. |
Bei den Schlangen handelt es sich häufig um die völlig harmlose Ringelnatter. Zwei Mal hat Schelle aber schon in der Nähe von Percha eine Kreuzotter vorgefunden. In einem Fall habe es sich um die schwarze Farbvariante, die Höllenotter, gehandelt. Doch auch von ihr geht laut Schelle keine Gefahr aus, wenn man sie in Ruhe lässt. "Die Angst vor Schlangen ist unbegründet", betont er, denn die Tiere seien sehr scheu. Da Schlangen völlig taub sind, reagieren sie auf Erschütterungen und fliehen sofort, wenn sie Schritte spüren. Nach Schelles Erfahrung lassen sie selbst vorsichtig auftretende Menschen nicht näher als zwei Meter an sich heran kommen. Die ungiftige Ringelnatter, die man sehr leicht an dem gelben Halbmond am Hals erkennt, sollte aber auch nicht angefasst werden. Zur Abwehr stößt sie nämlich ein Sekret aus, das tagelang stinkt, sagt Schelle. Im Raum Krailling ist nach Angaben von Sebastian Werner auch wieder die Schlingnatter zu beobachten. Sie ist ebenfalls ungiftig. Er weist darauf hin, dass alle heimischen Schlangenarten vom Aussterben bedroht und daher unter besonderem Schutz stehen. Man sollte sie keinesfalls einfangen oder gar töten, sondern immer die Polizei oder Feuerwehr verständigen. Diese können Betroffene an Experten verweisen. |
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Giftiger Biss Der Biss einer Kreuzotter ist zwar sehr schmerzhaft, aber meist wegen der zu geringen Giftmenge nicht lebensbedrohlich; schwere Vergiftungssymptome sind selten. Gefährdet sind ältere Menschen und kleine Kinder. Nach einem Schlangenbiss darf die Wunde nicht ausgesaugt oder ausgeschnitten werden; verboten sind auch Druckverbände. Die betroffene Extremität sollte ruhig gelagert und der Patient zum Arzt gebracht werden. Kaffee kann als Kreislaufstütze nützlich sein. Quelle: Informationszentrale gegen Vergiftungen. |
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| zu: Umwelt-Tipps |
siehe auch: Reptilien im Landkreis - kurz gefasst |
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