| Umwelttipp: |
LBV Starnberg |
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Hilflose Jungvögel - was tun? |
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Es
gibt zwei Typen von Jungvögeln - Nesthocker und Nestflüchter. Letzteres
sind zum Beispiel alle Hühner- und Entenvögel. Sie kommen mit offenen
Augen und bereits bedunt - also mit feinen Dunenfedern ausgestattet - zur Welt und verlassen das Nest nach 1 - 2 Tagen,
um selbständig Nahrung zu suchen, während die Elterntiere auf sie
aufpassen. |
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Sollten
Sie einen Jungvogel jedoch an einer gefährlichen Stelle finden, z.B. am
Straßenrand, so dürfen sie ihn behutsam aufheben und in einen nahe
gelegenen, Schutz bietenden Strauch setzten. Dann sollten sie sich bald
wieder entfernen, damit die Elternvögel die Jungtiere füttern können.
Dabei brauchen sie keine Sorge haben, dass die Alttiere die angefassten
Jungtiere nicht mehr annehmen. Anders als bei Säugetieren haben Vögel
einen relativ schlechten Geruchssinn. |
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Und
noch etwas: Bitte beachten Sie vor allem, dass Jungvögel nur leicht
verdauliche tierische Eiweißnahrung, wie z.B. kleine Fliegen, Spinnen, Würmer,
Räupchen usw. zu sich nehmen können. Stellen Sie also bitte kein
"Vogelfutter" (Körner) hin! Die Altvögel
werden sonst bequem und verfüttern unbedacht diese schwer verdaulichen Körner,
Rosinen, Brot usw. an die bettelnden Jungvögel. Dies führt zu extremen
Verdauungsstörungen und zum Tod der Jungtiere. |
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| Darum sind wir alle aufgefordert, bei Natur- und Umweltschutz - entsprechend unseren Kenntnissen und Möglichkeiten - mit zu machen (z.B. durch eine naturnahe Gartengestaltung, Kauf von ökologisch angebauten Produkten aus der näheren Umgebung, mitmachen bei Car-Sharing, umweltfreundliche Urlaubsgestaltung usw.). | ||
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1. Ergänzung: Glasscheiben-Opfer |
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| 2. Ergänzung: Sonderfall Mauersegler | ||
| Mauersegler verbringen fast ihr gesamtes Leben in der Luft - fliegend. Ein Mauersegler - ob jung oder adult - kann oft nicht mehr vom Boden aus starten, insbesondere wenn er im (hohen) Gras sitzt. Hier genügt es meistens, ihn auf ein hoch gelegenes Fenstersims oder eine Balkonbrüstung zu setzen oder ihn - wenn er erwachsen ist und unverletzt erscheint - behutsam in die Luft zu werfen. Auf diese Weise bekommt er wieder genügend Luft unter die Flügel und kann weiterfliegen. | ||
| 3. Ergänzung: Heruntergefallene Ästlinge, vor allem von Eulenvögeln | ||
| Immer wieder erreichen uns im April-Mai Anrufe über junge Eulen, die am Boden sitzen und die dann - leider - mit nach Hause genommen werden, natürlich in bester Absicht. Häufig sind dies sogenannte "Ästlinge", also Jungvögel, die schon die Bruthöhle verlassen können und auf benachbarte Äste klettern, die aber bei ihrem ersten Ausflug am Boden landen und nicht wieder in die Höhe kommen. Wenn es dann auch noch zu Attacken scheinbar aggressiver Elternvögel kommt, ist der Fall eigentlich klar: Hier genügt es, wenn Sie diese Jungvögel wieder auf einen möglichst hohen Ast setzten - und dann sollte der Helfer ganz einfach verschwinden, damit die Elternvögel ihre Ästlinge ungestört versorgen können. | ||
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H. G |
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4. Ergänzung:
Horstbeobachtung am Bildschirm / webcam Im Kloster Benediktbeuern wurde an einem der Kirchtürme eine webcam installiert. Im öffentlich zugänglichen "Zentrum für Umwelt und Kultur" (ZUK) kann man auf einem Monitor Turmfalken beim Anflug und - zu gegebener Zeit - beim Füttern und Versorgen der Jungvögel beobachten. Sehr empfehlenswert! |
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siehe auch: Glasscheiben . |
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