| Starnberger See -Termine - Zusatz-Info |
LBV Starnberg |
| Veranstaltungshinweis - Wasservogelbeobachtung allgemein | |
| SPA Starnberger See: Wasservogelbeobachtung mit Fernglas und Spektiv | ||
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am Ufer
des Starnberger Sees zwischen Platanen-Rondell und Lenné-Denkmal Lenné-Park Feldafing, Bucht bei der Roseninsel mit Horst Guckelsberger, Franz Wimmer, LBV-Gebietsbetreuer für den Starnberger See, und Mitgliedern des Teams der Wasservogelzähler |
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Mehrere Termin im Winterhalbjahr - siehe "Termine" |
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Schon Anfang Oktober sind
Wasservögel aus Nordeuropa in großer Zahl am Starnberger See
angekommen, um hier zu rasten oder den Winter zu verbringen.
Über 300 der seltenen Kolbenenten fressen und ruhen schon im
seichten Wasser zwischen der Roseninsel und dem Ufer des
Lenné-Parks. Mit ihrem lackroten Schnabel und dem kupferroten,
kugeligen Kopf bilden deren Männchen eine besondere Attraktion.
Sie zu beobachten bietet der Landesbund für Vogelschutz (LBV) Starnberg auch in diesem Jahr seine "Wasservogelbeobachtung mit Fernglas und Spektiv" an. Von einer geeigneten festen Beobachtungsstelle am Ufer zwischen dem Platanen-Rondell (Abfahrtsplatz der Plätte zur Roseninsel) und dem Lenné-Denkmal aus können Besucher die leistungsfähigen optischen Instrumente ("Spektive" mit bis zu 60-facher Vergrößerung) zur Wasservogelbeobachtung benutzen. Wasservogelkenner des LBV Starnberg und der “Gebietsbetreuer für den Starnberger See”, Franz Wimmer, zeigen und erklären die Arten und erläutern deren Lebensweise und ihr Zugverhalten. |
Von wissenschaftlichen
Untersuchungen (derzeit noch durch Ringfunde) ist erwiesen, dass
sie teilweise aus dem Sibirien jenseits des Urals (ca. 4.000 km
Luftlinie) an den Starnberger See zum Rasten und Überwintern
kommen. Der Starnberger See als Ganzes,
besonders die Bucht bei der Roseninsel, ist ein ideales
Rastgebiet, in dem sich die Zugvögel aus Skandinavien, dem
Baltikum und Nordost-Europa, selbst aus Sibirien, aber auch von
der Iberischen Halbinsel kommend, von ihrem Kräfte zehrenden
Flug erholen und Nahrung finden können. |
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Kolbenente (Netta rufina) - Erpel im Prachtkleid |
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Mitte Oktober haben sich im allgemeinen schon sehr viele Wasservögel eingefunden: vorwiegend Tauchenten wie Reiher- und Tafelenten, die im Sommer nur in sehr geringer Zahl zu finden sind, aber auch zahlreiche Bless"hühner" (Blessrallen) mischen sich mit den auffälligen und seltenen, jetzt hier aber zahlreichen Kolbenenten in den nahrungsreichen ufernahen Flachwasserzonen. Sie sind auf dem winterlichen Durchzug, rasten hier und müssen ihre Fettreserven für den Weiterzug oder das Überwintern auffüllen. Dementsprechend reagieren sie empfindlich auf Störungen wie Bootsverkehr, zu tiefe Ballon-Überfahrt oder gar Wasservogeljagd. |
Im November versammeln sich - normalerweise - die meisten Wasservögel m Starnberger See: Werden etwa im Mai nur knapp eintausend Haubentaucher, Blessrallen, Enten, Gänse und Schwäne gezählt, bringt der Zug zwischen 20.000 und 25.000 Wasservögel an den See. Dieses Faktum illustriert eindringlich die internationale, interkontinentale Bedeutung des Starnberger Sees. Über 1300 Kolbenenten wurden 2008, über den See verteilt, gezählt! |
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Kolbenenten-Paar - das Weibchen deutlich schlichter, mit charakteristischer brauner Kopffärbung bis auf die Höhe der Augen. |
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Ende Januar Die meisten Kolbenenten sind längst abgezogen, je nach Frostlage sind noch Reiherenten und Tafelenten in großer, Blessrallen in sehr großer Zahl am See. Spät eingefunden hat sich die Schellente (Bucephala clangula), eine kleine, gedrungen wirkende Tauchente mit großem, etwas kantig wirkendem Kopf und kurzem Hals. Sie taucht wohl tiefer als andere Tauchenten, ist daher auch am Rand zwischen Flach- und Tiefenwasserzone zu beobachten. Beim Männchen fällt ein großer, weißer Wangenfleck auf, welcher wohl der Schellente im Italienischen den Namen "Quattrocchi", etwa Vierauge, eingebracht haben dürfte. |
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![]() Foto: Werner Borok |
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Schellenten-Paar (Bucephala clangula) |
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Anmerkung 1: SPA: Special Protection Area
- "Vogelschutzgebiet von EU-gemeinschaftlicher Bedeutung", hier
zugleich Schutzgebiet nach der "Fauna-Flora-Habitat (FFH-)
Richtlinie" der EU sowie "Feuchtgebiet von Internationaler
Bedeutung - Ramsar-Gebiet" Anmerkung 2: Im englisch-sprachigen Raum sind derartige Veranstaltungen "von festen Beobachtungsplätzen aus" mit beliebigem "Kommen und Gehen" bekannt als "Showing birds to people". |
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