| Starnberger See |
LBV Starnberg |
| Wasservogelbeobachtung November | |
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Mitte November erreicht im allgemeinen die Zahl der Wasservögel, die den Starnberger See als Rastplatz nutzen, ihren Höhepunkt. In großer Zahl schwimmen jetzt die bekannten Bless"hühner", also Bleßrallen (bairisch: "Blaßln") in Ufernähe. Auffällig sind jetzt besonders die seltenen Kolbenenten mit ihrem kupferroten Kopf und dem lackroten Schnabel. Daneben kommen in noch deutlich größerer Zahl Reiherenten, deren Männchen an einer reinweiß leuchtenden Flanke und einem häufig aufgestellten Federbüschelchen auf dem Kopf leicht zu erkennen sind, zum Überwintern hierher. Hinzu kommen zahlreiche Tafelenten, bei denen auch die Männchen mit ihrem perlgrauem Rücken und bräunlichem Kopf weniger auffällig sind. Von Reiherenten weiß man durch Ringfunde, dass sie ihr Zug aus Westrussland, vom Ural, ja von den Sümpfen weit östlich des Urals - z. b. von der Mündung des Ob in das Arktische Meer - zu uns führt. Zweimal im Jahr müssen sie diese Strecke von etwa 4.000 km Luftlinie zurücklegen. Verständlich ist, dass sie hier dringend darauf angewiesen sind, ihre Fettreserven wieder aufzubauen. |
Wasservogelkenner des LBV Starnberg und der "Gebietsbetreuer für den Starnberger See", Franz Wimmer, zeigen und erklären die Arten und erläutern deren Lebensweise und ihr Zugverhalten. Der Starnberger See als Ganzes, besonders die Flachwasserzonen wie die um die Bucht bei der Roseninsel, ist ein ideales Rastgebiet, in dem sich zu die weit ziehenden Wasservögel von ihrem Kräfte zehrenden Flug erholen und Nahrung finden können. Zu hoffen ist, dass die ruhebedürftigen Zugvögel nicht durch Störungen wie Jagd oder Bootsfahrten in ihrem Rastgebiet zu Energie zehrenden Fluchten gezwungen werden. Der LBV bittet dringend alle Wassersportler, Ansammlungen von Wasservögeln weiträumig zu meiden. |
| Sie - und nicht nur sie - zu beobachten bietet der Landesbund für Vogelschutz (LBV) Starnberg wieder "Wasservogelbeobachtung mit Fernglas und Spektiv" an. Von einer geeigneten festen Beobachtungsstelle am Ufer gegenüber der Roseninsel zwischen dem Platanenrondell und dem Lenné-Denkmal aus können Besucher die leistungsfähigen optischen Instrumente ("Spektive" mit bis zu 60-facher Vergrößerung) zur Wasservogelbeobachtung benutzen. |
Der LBV bittet zudem, dem positiven Beispiel der im BSV organisierten Segler zu folgen, die zwischen November und März auf die Ausübung ihres Sports am Starnberger See und am Ammersee verzichten. Auch die Rudersportler meiden weiträumig die ufernahen Flachwasserzonen, besonders die um die Roseninsel und den Karpfenwinkel, und weichen auf die Seemitte aus. |
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