| Starnberger See | |
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Graugans |
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Anser anser |
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| Aussehen: Die Graugans ist - nach der Kanadagans - die größte Art unter den Wildgänsen. Sie ist die Stammmutter unserer Hausgänse. Sehr helles bräunlichgraues Gefieder, im Flug sehr helle Vorderflügel erkennbar. Schnabel blasses Orange und/oder Rosa. Fliegt oft in großen, keilförmigen Trupps. | Nahrung: Bevorzugt gemähte und gut gedüngte Wiesen (eiweißreiche Nahrung) oder Weiden, sucht Grünflächen mit (Süß-) Gräsern, Klee, Sämereien, aber auch Pflanzen der Flachwasserzone, zu Zeiten auch Schilf und dessen Rhizome. Kehrt zum Trinken und Ruhen von Wiesen und Feldern auf die (vor dem Fuchs sicheren) Seen zurück. |
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Ursprünglich
Brutvogel in Nord- und Osteuropa, der als Durchzügler und Wintergast ("Wildgänse
rauschen durch die Nacht...") auch in (Nord-) Deutschland auftrat. Sie wurde
in Deutschland und in Südbayern wohl z.T. absichtlich eingebürgert, aber auch unabsichtlich
ausgewildert. (Nicht alle "unsere" Graugänse sind Gefangenschaftsflüchtlinge
von Konrad Lorenz aus Seewiesen!) Es gibt aber Hinweise, dass die Graugans
bis ins frühe Mittelalter hier heimisch gewesen sei, sodass es sich auch um
eine Wiederbesiedelung handeln könnte.
Seit den 1950er Jahren hat sich im Fünfseenland und München eine stabile, eigenständige Brutpopulation gebildet, sodass die Graugans inzwischen zu den heimischen Arten zu zählen ist. Sie brütet meist sehr versteckt an Gewässern mit guter Deckungsmöglichkeit: im Röhricht, aber auch in abgeschiedenen Au- und Bruchwäldern und in verwaldeten Toteislöchern. Altvögel leben (weit überwiegend) in lebenslanger Dauerehe. |
Verhalten: Bei uns treten zu den weniger scheuen "Parkvögeln" (aber scheuer und "wachsam-mißtrauischer" als die Kanadagans) auch Zugvögel hinzu. (Austausch mit der Fränkischen Seenplatte oder Böhmen ist nachgewiesen). Weniger standorttreu als die Kanadagans, wechselt sie zwischen den Seen im Landkreis und den Gewässern in und um München. Das Zugverhalten der bayerischen Population wird derzeit durch die Auswertung von Ringfunden untersucht; durch Weiterleitung von Ringablesungen können Sie die Forschung unterstützen. Durch die berühmten Beobachtungen und Experimente des Nobelpreisträgers Konrad Lorenz wurde die Graugans zum sprichwörtlichen Musterbeispiel für die vergleichende Verhaltensforschung. |
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H. G. |
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zu Ringablesungen allgemein: siehe: Beringte Graugans |