| Starnberger See |
LBV Starnberg |
|
|
Die Fluss-Seeschwalbe Sterna hirundo |
||
|
Forschung zum Erhalt der Art |
|
|
|
|
|
Die Fluss-Seeschwalbe - einer Art muss geholfen werden! |
|
| Mit etwa 50 Brutpaaren beherbergt unser Nistfloß für die Flussseeschwalbe
in der "Vogelschutzgebiet Bucht bei St. Heinrich" am Starnberger See etwa ein
Drittel aller in Bayern brütenden Vögel dieser Art. Sie alle können derzeit nur noch
auf künstlichen Flößen brüten. Ihre natürlichen Brutplätze - ungestörte
Kiesbänke wie einst an der Isar oder Inseln aus Schilf wie einst an den Seen
- sind dem Freizeitbetrieb zum Opfer gefallen oder verschwunden. Um aber „Sterna hirundo", diesem hocheleganten Segler und Langstreckenzieher die Zukunft zu sichern, muss mehr als bisher über die Lebensweise der Populationen im Binnenland bekannt sein. Das jedenfalls ist die Überzeugung von Wissenschaftlern wie Prof. Dr. P. H. Becker vom „Institut für Vogelforschung / Vogelwarte Helgoland", von Heiner Schöpf, Leiter der Bayerischen Vogelschutzwarte in Garmisch wie auch des Artenschutzreferenten des LBV, Dr. Andreas von Lindeiner. Dank der vorzüglichen Beobachtungsarbeiten von Udo Bär und des jahrzehntelangen Engagements und der fundierten Kenntnisse von Heribert Zintl wurde das Nistfloß von St. Heinrich ausersehen, dort die notwendigen wissenschaftlichen Forschungsarbeiten im Jahr 2000/01 durch die Diplomandin Vjerena Wagner durchzuführen. ' Natürlich ist die Forschungsarbeit mit vermehrter menschlicher Präsenz am Floß verbunden. Damit sind Störungen möglich, die wir bei unseren Verhandlungen mit den Berufsfischern anlässlich der Schutzgebietsausweisung bei St. Heinrich „minimiert" wissen wollten - und immer noch wollen. Dies gilt wegen der Flussseeschwalben, aber auch wegen der anderen Vogelarten, die den dortigen Schilfgürtel zum Brut- und Lebensraum haben. |
Wenn wir auch gerne im lokalen Interesse dem Schutz - also der absoluten
Beruhigung am Floß - den Vorzug geben würden, können wir uns doch dem
Argument nicht verschließen: Um eine längerfristig erfolgreiche Strategie
zur Rettung der binnenländischen Population der Flussseeschwalbe entwickeln
zu können, sind diese Forschungsarbeiten nicht zu umgehen. Allerdings
erwarten wir, dass die Störungen auf ein Minimum reduziert werden. Die Flussseeschwalbe ist ein "Stoßtaucher" (Bild), der in elegant-rasantem Flug über die Wasseroberfläche fliegt und im Niederstoßen kleine Fische fängt. Der Fischereigenossenschaft "Würmsee" gilt unser Dank für die Zustimmung zum Betrieb des Floßes für diese vom Aussterben bedrohte Art. Zugleich hoffen wir, dass Segler, Surfer und sonstige Wassersportler die zeitweilige und sichtbare Präsenz von Wissenschaftlern am Floß nicht (ungewollt) zum Anlass nehmen, das Befahrungsverbot des Vogelschutzgebiets Bucht von St. Heinrich zu verletzen. Wir hoffen, dass das intensive wissenschaftliche Interesse auch der Bayer. Vogelschutzwarte letztlich zu einem erfolgreichen Artenschutzprogramm für die Flussseeschwalbe führt. H. Guckelsberger |
| Bau eines neuen Nistfloßes für die Flussseeschwalbe 2008/09 |
siehe auch: Fluß-Seeschwalbe in Gilching |
| Luftaufnahme Bucht von St. Heinrich (vor 2008) | |
| siehe aber auch: Kite-Surfer | |