Starnberger See

LBV Starnberg

Freiwillige Vereinbarungen zum Schutz der Wasservögel im Ramsar-Gebiet
Freiwillige Vereinbarung des Bayerischen Ruderverbandes
zum Schutz der rastenden und überwinternden Wasservögel im
Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung - Ramsar-Gebiet -
"Starnberger See"
Wasservögel, die vorwiegend von Mitte September bis Ende März hier in großer Zahl (bis zu 25.000 gegenüber ca. 1.000 im Mai), auf dem See anzutreffen sind, kommen als Zugvögel aus Skandinavien, dem Baltikum, Westrussland, sogar aus Sibirien hinter dem Ural hierher, um auf dem weitgehend eisfreien See zu rasten und zu überwintern.
Sie brauchen Ruhe, um ihre Fettreserven wieder aufzufüllen und sie zu schonen. Nahrung finden sie vorwiegend in ufernahen Flachwasserzonen. Störungen führen zu Flucht und Auffliegen; bei diesen "Kaltstarts" werden die Energiereserven besonders strapaziert. Natürliche Zugunruhe, ihre Herkunft aus menschenleeren Gebieten, Jagd- und Freizeitdruck führen bei diesen Wintergästen zu erhöhter Empfindlichkeit gegenüber Störungen aller Art.
Darüber hinaus sind auch im Sommer brütende und mausernde Wasservögel störungsempfindlich, für sie und für die Fischlaich und die  empfindlichen Röhrichtzonen ("Schilf") sind eigene Schutzzonen ausgewiesen.

Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) bittet daher alle Seenutzer, sich ihrer Verantwortung für die Natur bewusst zu sein und Störungen zu vermeiden.
Der Bayerische Ruderverband hat sich 1997 dazu in einer freiwilligen Vereinbarung mit dem Umweltministerium verpflichtet.
 

Vom Anfang November bis Ende März:
Zeitliche Beschränkungen:
Unter der Woche:
  Rudern nicht vor 10 Uhr bis eine Stunde vor Sonnenuntergang
am Wochenende:
  nicht vor 9 Uhr und bis eine Stunde vor Sonnenuntergang
  Zur Information: Sonnenuntergang etwa
01.11. / 01.02.: ca. 17:00 h
01.12. / 01.01.: ca. 16:20 h
Räumliche Beschränkungen:
Rot kariert: Ganzjährige Schutzzonen
  teilweise Naturschutzgebiet oder gesetzlich Geschützter Landschaftsbestandteil, Röhrichtzone oder gesetzlicher Fischschonbezirk
Rot gestreift: Winterliche Ruhezonen:
Von Anfang November bis Ende März vereinbart.
Vom LBV ergeht ebenso dringende wie herzliche Bitte, diese Zonen bereits ab Oktober zu meiden.
Dies gilt vor allem für die weitere Umgebung und erst recht für die Bucht bei der Roseninsel.
 
Korridore für Sportruderer im Winter
Grundsätzlich sollen alle größeren Ansammlungen von Wasservögeln weiträumig (mind. 400 m) umfahren werden.
  Abweichend von der Vereinbarung von 1997 (ufernahe Korridore) wird gemeinsam mit dem LBV Starnberg in der Nordbucht erprobt:
Verlassen der Bucht möglichst fern von beiden Ufern,
Befahren etwa der Seemitte.
 Sicherheitsgründe sprechen dafür, für die Fahrt
nach Süden den westlichen Teil dieses mittleren Fahrstreifens zu nutzen, für die Fahrt
nach Norden den östlichen Teil.
Ziel ist es, aus Einsicht einen einvernehmlichen Ausgleich der Interessen der Seenutzer mit denen des Naturschutzes zu erreichen.

 

Landesbund für Vogelschutz Starnberg (LBV) / MRSV "Bayern"

zur Karte:
Schutz- und Schonzonen Landratsamt 2006 mit Erläuterungen
 

Ich bedanke mich für die instruktiven und konstruktiven Gespräche mit den Verantwortlichen und Trainern des Münchner Ruder- und Segelvereins "Bayern" (MRSV).

 

Horst Guckelsberger, LBV Starnberg

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    zu: Schutz- und Schonzonen S. 1 (Karte) Landratsamt 2006

 

  zu: Schutz- und Schonzonen S. 2 (Text) Landratsamt 2006

 

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