| Starnberger See |
LBV Starnberg |
| 2011: 40 Jahre Ramsar-Konvention zum Schutz der Feuchtgebiete | |
| World wetlands day wwd | |
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Am 2. Februar 2011 jährt sich zum
40. Mal der Tag der Unterzeichnung des "Internationalen
Übereinkommens zum Schutz der Feuchtgebiete", des sog. "Ramsar-Abkommens".
Dies nimmt der LBV Starnberg zum Anlass, auf die leider in
der Region immer noch unterschätzte Bedeutung des Starnberger
Sees als Rast- und Überwinterungsgebiet von alljährlich bis
zu 25.000 Wasservögeln aufmerksam zu machen. Er wurde deshalb
1976 - wie zB auch der Ammersee und der Chiemsee - als "Ramsar-Gebiet"
in die weltweite Liste "international bedeutsamer Feuchtgebiete"
aufgenommen.
Inzwischen ist der Starnberger See zugleich als ein Schutzgebiet nach der Vogelschutzrichtlinie und der Fauna-Flora-Habitat-Richtline (zusammen bilden diese Gebiete das Netz "Natura 2000") der Europäischen Union ausgewiesen. Auch dies bedeutet eine besondere Verantwortung der Politik, der Behörden, aber auch der See-Nutzer. |
Die Enten - vorwiegend Tauchenten
- und die seltenen See- und Lappentaucher kommen aus dem
Baltikum, Skandinavien, Westrussland, sogar von weit jenseits
des Urals, um hier ihre Energiereserven aufzufüllen und fit zu
werden für den Flug zurück in ihre Brutgebiete. Die Energie
zehrenden Störungen durch Segel- und Rudersport wurden am
Starnberger See durch die Einsicht der Sportler so gut wie
ausgeschlossen.
Leider werden jedoch immer wieder Starkwind-Surfer und -Kiter sowie vereinzelte winterharte Kanufahrer beobachtet, die offensichtlich die enorme Störwirkung ihrer gedankenlosen Sportausübung nicht wahrnehmen können oder wollen. Die Bedeutung des Ramsar-Abkommens ist längst nicht beschränkt auf den Schutz von Wasservögeln. Zum zentralen Thema ist die globale Bedeutung sauberen Wassers geworden. Die Ramsar-Zentrale in Gland (Schweiz) nimmt das Jahr des 40-jährigen Bestehens der Konvention zum Anlass, auf die Bedeutung der "Wälder für Wasser und Feuchtgebiete" aufmerksam zu machen - passend zum "Jahr der Wälder", welches die UN für 2011 ausgerufen hat. Dazu gehören Mangrovenwälder ebenso wie Wälder in Süßwassermooren, die z.B. Wasser reinigen und speichern und Hochwasserschutz leisten, die vor allem aber auch Hilfen gegen das weltweit zunehmende Trinkwasserproblem bieten. Weltweit haben sich (Stand Dezember 2010) inzwischen 160 Vertragsstaaten mit 1.911 Feuchtgebieten der Konvention angeschlossen und eine Fläche von ca.187 Millionen Hektar gemeldet. . Horst Guckelsberger |
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