aus Rundbrief 2011/1

LBV Starnberg

Unauffällige Naturschutzarbeit im LBV Starnberg, hier Amphibienförderung im Wald:

 Ein Beispiel: Der "Quadratweiher"

Wir betreuen etwa vier Dutzend Amphibiengewässer, etwa 20 davon haben wir selbst angelegt. Einige Weiher, Gräben und Lachen überlassen wir sich selbst. Bei vielen sind jedoch Unterhaltsarbeiten erforderlich. Es wird Müll entfern, es werden Schattbäume zurückgeschnitten und Schilf gemäht.

Ein Sonderfall ist der sog. "Quadratweiher" im Staatswald zwischen Etterschlag und Mauern. Ursprünglich diente er der Entwässerung der nassen Wiesen in der Hopfenau, dann wurde er als Fischweiher genutzt. Aufgrund starker Verschattung und nahezu senkrechter Ufer konnten ihn Molche, Frösche und Kröten kaum nutzen.

 

Zunächst haben wir einen alten Zaun entfernt, und die "Forstlehrbuben" fällten etliche Schattfichten. Weitere Bäume wurden vom Jäger zurückgeschnitten, aus dem Holz haben wir gleich einige Tages- und Winterquartiere für Lurche gebaut. Vor kurzem hat Stefan Schilling begonnen, in Handarbeit die steilen Ufer abzuflachen. So entstehen Flachwasser-Bereiche, in denen sich Binsen und Seggen ansiedeln können. Das ist insbesondere für die Kaulquappen wichtig.

Die Arbeiten sind noch nicht beendet. Wir sind gespannt, ob sich wirklich Amphibien ansiedeln. Die Chancen sind nicht schlecht, weil sich nur 80 m weiter, in einem kleinen Toteiskessel, ein natürliches Laichgewässer befindet.

   

Sebastian Werner  

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