| aus Rundbrief 2010/2 |
LBV Starnberg |
|
Anhebung des Grundwasserstandes im Ampermoos |
|
| Bau der Sohlschwelle für das Ampermoos in Sicht | |
|
Dem Bau der Sohlschwelle zur Wieder-Anhebung des Grundwasserspiegels um 40 cm in zentralen Teilen des Ampermooses hat das Gericht im Mai 2010 endlich den Weg geebnet. Das Wasserwirtschaftsamt München rechnet mit dem Baubeginn bei Grafrath erst im Herbst 2011. Verzögert wird der Baubeginn dadurch, dass immer noch ca. 25 Gutachten erstellt werden müssen! Zwölf Jahre sind verstrichen zwischen der Entscheidung des damaligen Umweltministers Dr. Thomas Goppel, der Planung und dem Ende des sechs Jahre andauernden Rechtsstreites. Den laufendem Prozess konnten wir nicht mehr beschleunigen, sondern nur immer wieder unsere anhaltende Besorgnis am zögerlichen Prozessfortschritt bei der federführenden Behörde, dem Landratsamt Fürstenfeldbruck, bekunden. Diese hat immer bereitwillig Auskunft gegeben und unser Interesse an das Gericht weitergeleitet. |
Ein wichtiges Ergebnis ist, dass das Gericht die ursprüngliche "40 cm-Planung" zu 100% bestätigt hat. Die von manchen Naturschützern geforderte Anhebung des Grundwasserspiegels um 60 cm oder mehr hätte - so wünschenswert sie sein mag - wegen der Auswirkungen auf den Siedlungsbereich vermutlich vor Gericht keinen Bestand gehabt. Insofern hat sich die Vorgabe Goppels als zumindest realistisch erwiesen. Durch die deutliche Ausweitung der Pflegemaßnahmen im Moos durch den Ramsar-Gebietsbetreuer Christian Niederbichler und mit Michaela Berghofer vom LPV Fürstenfeldbruck wurde die Zwischenzeit gut genutzt. Vor allem die Zahl brütender Bekassinen hat deutlich zugenommen.. Ob die Beobachtung von Kranichen im Moos weitere Hoffnungen wecken kann, ist weiter unten nachzulesen. |
|
|
Horst Guckelsberger |
| zu Startseite |
zu: aus den Rundbriefen (Übersicht) |