aus Rundbrief 2010/1

LBV Starnberg

Ihre Mithilfe ist gefragt:

Die Kleine Wachsblume – Cerinthe minor L. 

Das Landesamt für Umwelt (LfU) führt "Artenhilfsprogramme" für einige Pflanzen durch, für die der Freistaat eine besondere „Erhaltungsverantwortung“ hat. Das sind Arten, die schwerpunkt-mäßig weltweit nur in Mitteleuropa vorkommen und selten geworden sind.

Die Kleine Wachsblume gehört dazu. Das LfU (und auch wir) sind an der Meldung von Fundorten interessiert. Joseph Schwarz aus Herrsching hat vor einigen Jahren einige Exemplare im Ramsee-Wald oberhalb Wartaweil gefunden, ein größeres Vorkommen befindet sich bei Drößling, ein weiterer Bestand befand sich an der S-Bahn-Linie nach Hechendorf.

C. minor gehört zu den Borretschgewächsen, wird bis zu 80 cm hoch und wächst gern an Weg- und Ackerrändern, benötigt also offene Rohböden – und viel Licht. Die Kleine Wachsblume gilt als eher Wärme liebende Steppenart.

Das LfU hat ein Merkblatt herausgegeben, welches bei der Suche nach dieser Pflanze sehr nützlich ist. Sie können es kostenlos beim LBV STA beziehen. Sie können es aber auch von der LfU-Internetseite herunterladen (siehe unten).

Dort finden Sie weitere Informationen über etwa zwei Dutzend besonders schützenswerte Pflanzen Bayern. Vorkommen von drei Arten aus diesem Korb "bewirtschaftet" der LBV Starnberg: das Bodenseevergissmeinnicht, die Sumpfgladiole und einen speziellen Sumpf-Löwenzahn. Die Kollegen von der Gebietsbetreuung Ammersee betreuen Fundorte des Kriechenden Sellerie und des Schlauch-Enzians. Unsere Region ist also ein regelrechter „Hotspot“ für die Botanik und für den botanischen Artenschutz!

S. Werner

Foto: Schwarz, Herrsching


 
www.lfu.bayern.de/natur/fachinformationen/artenhilfsprogramm_pflanzen/merkblätter (als pdf-Datei) (ggf. Suchlauf "Wachsblume")
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