Service - aus Rundbrief 2009/2

LBV Starnberg

 Vogeltod an Glasscheiben

Nicht nur die riesigen Glasfassaden so mancher zeitgenössischen Architektur sind Fallen, an denen Vögel zu Millionen (!) tödlich verunglücken. Auch kleinere spiegelnde Scheiben, vor allem gläserne Eck-Gestaltungen, ja ganz alltägliche Bus-Wartehäuschen aus Glas sind solche Todesfallen. Eine Lösung können Streifen sein, die per Siebdruck oder durch Ätzung auf das Glas aufgebracht werden. Sehen kann man derartige Lösungen z. B. bereits an S-Bahnhöfen der Region; ob aus Gründen des Vogelschutzes ist unbekannt. Nach bisheriger Erkenntnis haben diese Streifen einen etwas zu weiten Abstand und verlaufen horizontal statt vertikal. Sie zeigen aber, dass eine technisch wie ästhetisch befriedigende Lösung machbar ist. Gerne informieren wir die zuständigen Gemeinden und Unternehmen wenn es darum geht, zB bei Bus-Wartehäuschen Streifen-Lösungen anzuwenden. Werden die Streifen von Beginn an eingeplant, sind die Zusatzkosten beherrschbar und wartende Schulkinder müssen nicht mehr über tote Vögel traurig sein.

Neuerdings wird zudem ein spezielles Vogelschutzglas "Ornilux" (ohne Streifen, auch als Wämedämmglas) angeboten. Gründlich auseinander gesetzt hat sich die Schweizer Vogelwarte Sempach mit diesem Problem.
 
   
   
 

Horst Guckelsberger

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