| Service - aus Rundbrief 2009/2 |
LBV Starnberg |
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Der Biber im ganzen Landkreis Starnberg |
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Der Biber ist nun im ganzen Landkreis Starnberg
angekommen: Beobachteten wir ihn schon seit Jahren an Amper,
Ammersee und Pilsensee, so hat er sich nun auch an der Würm und
am Lüßbach in der Gemeinde Berg angesiedelt. Nun hat Franz
Wimmer, Biberberater und “Gebietsbetreuer für den Starnberger
See” Biberspuren auch am Starnberger See bei Seeshaupt und
Bernried entdeckt, am Maisinger Bach erwartet er ihn. Der LBV bemüht sich, Verständnis zu wecken für unseren größten Nager. Dazu gehören Information und Aufklärung, aber auch tätige Hilfe bei Problemen. Das vor allem dann, wenn er sogar Schaden anrichtet. Da der Biber zu den “besonders und streng geschützten Arten” gehört und er auch nicht zum “jagdbaren Wild” zählt, ist die faktische Zuständigkeit bei Problemen wie bei vielen anderen nichtjagdbaren Wildtieren etwas diffus. Das Landratsamt ist seit kurzem zuständig für das “Bibermanagement” - aber was heißt das? Fachlich unterstützt wird es vom ehrenamtlichen Biberberater Franz Wimmer, der zugleich als (ebenfalls ehrenamtlicher) Naturschutzwächter als ein “amtliches Organ des Landratsamtes” beratend und informierend tätig werden kann. |
Bei landwirtschaftlichen relevanten Schäden können Ansprüche auf Schadensersatz geltend gemacht werden. Aber: | |
| ► | Wer entfernt und entsorgt den Kadaver eines überfahrenen Bibers mit bis zu 35 kg Gewicht, wer trägt die Kosten? | |
| ► | Wer baut einen Elektrozaun auf, wer schafft ihn an, wer lagert ihn wo? | |
| ► | Wer fällt und entfernt angenagte Bäume, die gefährlich werden könnten? | |
| ► | Wer baut Drahthosen um gefährdete Bäume? | |
| ► | Wer hat den Sachkundenachweis für den Kauf und die Anwendung eines Biberschutzanstrichs? | |
| ► | Wer fängt einen Biber aus einem Gartenteich? | |
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Weder Polizei noch Feuerwehr sind “zuständig”, weder das Amt noch der Biberberater noch der LBV können das leisten, und schon gar nicht kostenlos. |
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| Wir wollen, dass der Biber ein allseits willkommener Rückkehrer in seine angestammte Heimat ist und auch bleibt. Freundliche Akzeptanz für den “Urbayern” ist auf Dauer nur zu erwarten, wenn auch diese praktischen Probleme pragmatisch gelöst werden. Gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde und Franz Wimmer arbeiten wir daran. | ||
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Horst Guckelsberger |
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