| Service - aus LBV-Rundbrief 2009-1 |
LBV Starnberg |
| Kesselmoore in Toteislöchern | |
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Toteislöcher sind charakteristisch für die
Eiszerfallslandschaft westlich von Gilching. Wenig auffällig
sind die kleinen Kesselmoore, die sich in ihnen gebildet haben.
In ein Projekt des zuständigen Forstbetriebs München und des
Amtes für Landwirtschaft und Forsten (ALF) Fürstenfeldbruck zur
"Sanierung von Kesselmooren im Schöngeisinger Forst” ist der LBV
Starnberg als langjähriger Partner eingebunden. Dabei können wir
Spezialkenntnisse über gefährdete Arten einbringen, aber auch
für besondere Aufgaben einspringen. Der Forstbetrieb München konnte im Januar 2009 Fichten mit "Vollerntemaschinen" entfernen, weil auf dem buckelhart gefrorenen Boden Schäden nicht zu befürchten waren. Nun werden Daxen verräumt, um den Nährstoffeintrag zu minimieren. Einige schöne Alteichen und -buchen sollen noch freigestellt und ein Graben verschlossen werden. |
Wurden diese Kesselmoore in der
Vergangenheit entwässert und aufgeforstet, so stehen heute
Anliegen des Boden-, Natur- und Artenschutzes im Vordergrund. In
entwässerten Mooren kommt es zur Torfzehrung und Freisetzung
klimaschädlicher Gase. Von ihrer Renaturierung profitieren
Amphibien wie Gelbbauchunke, Springfrosch und Kammmolch und
Vögel wie Waldwasserläufer und Waldschnepfe. Die Anregung für das Projekt kam - Sie erinnern sich vielleicht - durch den Kontakt mit akademischen Moorkundlern aus Berlin und Brandenburg, die letztes Jahr zusammen mit Sebastian Werner diesen Moortypus untersucht haben. Sebastian Werner , Horst Guckelsberger |
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