| Service - aus LBV-Rundbrief 2009-1 |
LBV Starnberg |
| Gewässerentwicklungsplan Ammersee | |
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Seit 2005 bringen wir unsere Kenntnisse und
Vorstellungen im "Arbeitskreis Naturschutz" ein. Dort
wird ein Entwurf zum Fachbeitrag "Naturschutz und
Landschaftspflege" erarbeitet und zunächst der Höheren
Naturschutzbehörde (Regierung von Oberbayern) vorgelegt. Dieser
wird danach abgeglichen mit den Ergebnissen weiterer
Arbeitskreise und Projektgruppen. Unsere Vorstellungen gehen im
Versuch einer Kombination von idealistischer Sicht mit
realistischer Umsetzungsmöglichkeit hin zu "naturnaher
See-Entwicklung und "sanfter" Nutzung". Besonders wichtig ist uns dabei ein Ruhezonenkonzept, in dem auch die massiven Störungen durch die Wasservogeljagd minimiert oder ganz eingestellt werden. Der Ammersee ist, wie der Starnberger See, Rast- und Überwinterungsgebiet für eine große Zahl und Vielfalt nordischer Wasservögel, aber auch bedeutsames Mauser- und Brutgebiet für Arten, die Röhricht zum Lebensraum haben. Neben der Wasservogeljagd stellt die intensive Freizeitnutzung auch im Winter vor allem durch Starkwindsurfer und Kiter ein großes Problem dar. Bei der Einrichtung von Ruhezonen stellt sich unausweichlich die Frage nach ihrer Um- oder Durchsetzung in der Praxis. |
Eine Besonderheit am Ammersee ist, anders als am
Starnberger See, die Ablagerung von Geschiebe, hier durch die
Ammer. Damit wird im Süden die Uferzone in den See hinaus
verlagert, dazu kommt die schleichende Verlandung der
Fischener Bucht. Die derzeitige Grenze des
Naturschutzgebietes müsste weiter in den See verlagert
werden, um ihrer Schutzfunktion noch (einigermaßen) gerecht
werden zu können.
Natürlich geht es auch um den
Erhalt typischer Uferstrukturen und ihrer Vegetation,
aber auch um den Erhalt charakteristischer Landschaftsbilder
und Blickbeziehungen. In der Zusammenschau kann die
Bedeutung des Sees für die hier lebenden und arbeitenden
Menschen nicht ausgeklammert werden. Horst Guckelsberger |
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