Service - aus LBV-Rundbrief 2009-1

LBV Starnberg

Neues Brutfloß für die Flussseeschwalbe
Ein großes Projekt der Kreisgruppe 2009
 Zimmerleute beim Bau unseres neuen Floßes für die Flussseeschwalbe
Gezielter Artenschutz für einen der seltensten Brutvögel in Bayern
Mit über 60 Brutpaaren beherbergt das Nistfloß in der Bucht von St. Heinrich Bayerns größte Brutkolonie der Flussseeschwalbe. Das 1991 von Heri Zintl (LBV Tölz-Wolfratshausen) eingebrachte große Nistfloß war erstmals 1997 renoviert worden und wurde langsam marode. Nachdem es sich im Sommer 2007 von den Ankern losgerissen hatte und ans Ufer getrieben war, entschlossen wir uns zu einem kompletten Neubau.

Nach einer längeren Planungs- und Genehmigungsphase bauten die Isarflößer um Michael Angermeier Ende November 2008 ein neues Floß aus 19 Fichtenstämmen zu je 18 m Länge. Sofort anschließende wurde der Aufbau aus Lärchenholz mit den beiden Brutflächen (jeweils 44 qm) von der Zimmerei Fersch aus Percha erstellt. Freiwillige der Kreisgruppe halfen dabei mit und installierten unter anderem Schutzgitter, damit die Jungvögel nicht ins Wasser fallen, brachten 3 t Kies auf und bauten Unterschlupfmöglichkeiten für die Küken.
  Wir hoffen, dass die Mitte April ankommenden Flussseeschwalben das neue Floß annehmen und dort ungestört und erfolgreich brüten.

Für die finanzielle Förderung des Vorhabens sind wir der Regierung von Oberbayern zu großem Dank verpflichtet; speziell Herr Jörg Günther stand uns bereitwillig mit Rat und Tat zur Seite. Weiterhin profitierten wir von Heri Zintls Erfahrung mit dieser besonderen Vogelart. Sie ging wesentlich in die Planung und den Bau dieses großen Floßes ein.

Zu danken haben wir aber auch Anton Dreher, dem Chef der Rambeck-Werft, den Fischermeistern Rudolf Müller, Lorenz Lidl und Andreas Ernst, den Bundeswehr-Pionieren sowie den MRSV-Ruderern Georg Kendl und Jonathan Bischof wie Herrn von Gruchalla von der Segelabteilung des SV Seeshaupt für bereitwillige Hilfe.
 

Unterstützt von den Bundeswehrpionieren aus Percha wurde das Floß samt vier jeweils 13 Zentner schweren Betonankern an den alten Liegeplatz in der Bucht geschleppt und dort verankert.   Ich freue mich sehr über die Hilfsbereitschaft aus so unterschiedlichen Gruppen. Sie zeigt, dass es am Starnberger See eine See-Gemeinschaft über die Grenzen der eigenen Interessen hinaus gibt.
Das Nistfloß mit 18 m Länge und zwei Brutflächen mit insgesamt 88qm Fläche
   

Horst Guckelsberger

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