| Service - aus Rundbrief 2008/2 |
LBV Starnberg |
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Nicht nur "fast" wie im richtigen Leben: |
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| Ring Nr. FMZ Dr A 78 335 | |
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Kurz vor Weihnachten erhielten wir einen Anruf vom Strassenbauamt. Bei einer Gefahrbaumfällung seien mehrere Dutzend Fledermäuse aus dem hohlen Stamm gepurzelt. Solche Anrufe sind unangenehm: Sie kommen stets, wenn man eigentlich einen anderen Termin hat, der örtliche Fledermausspezialist in Urlaub ist, etc. Außerdem fürchte ich mich vor Fledermäusen. |
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Aber zum Glück ist Manfred Schelle aus Hochstadt
so gut wie immer erreichbar, er hat Erfahrung mit allen
Wildtieren. Kurzer Anruf bei ihm, ein paar Absprachen,
Telefon-Nr. eines Tierarztes aufschreiben. Nebenher eiliges
Zusammenstellen der Bergungsutensilien - Körbe, Decke, Käscher,
Handschuh, Säge, usw. – anschließend eine „hochdynamische“
Autofahrt zu der Fällung. Einige Tiere sind leider tot, die verletzten werden aussortiert, aber die meisten haben keinen Schaden genommen. Eine Fledermaus ist beringt und da freue ich mich immer: Vielleicht eine sensationelle Geschichte, großer Erkenntnisgewinn für die Wissenschaft, ein Nobelpreis für den LBV! |
Dr. Schmidt, Vorstand des Beeskower Vogelschutz,
macht einen entspannten Eindruck. Er beringt seit 1963 (!) Vögel
und Fledermäuse, Wiederfunde sind für ihn nichts Ungewöhnliches.
Zu seinen Fledermäusen hat er schon (?) 180 Rückmeldungen,
darunter etwa 20 aus dem Großraum München. Brandenburger
Fledermäuse machen offenbar gerne Winterurlaub in Oberbayern,
unsere Aktion bringt nur wenig wissenschaftlichen Fortschritt
und den Nobelpreis können wir auch vergessen. Sebastian Werner Anmerkung:Auch "Gefahrbäume", insbesondere brüchige Eichen wie die an der Seefelder Allee, müssen rechtzeitig vor dem Fällen auf Fledermausschlafplätze hin überprüft werden, damit von Anfang an Rettungsmaßnahmen von zuständiger Stelle vorgesehen werden können - unsere Erinnerung an die "Ämter". HG |
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