Service - Aus dem Rundbrief Frühjahr - Sommer 2007

Ehrung durch den Minister - und sonst nichts?

40 Jahre Wasservogelzählung
November 2006:
Der dramatische Schwund von Feuchtgebieten weltweit, das wachsende Bewusstsein von der Bedeutung der Wasserreserven, aber auch der Bedeutung von “Trittsteinen” im Kontinente weiten Zug der Gänse und Enten, der Limikolen wie auch der See- und Lappentaucher hatte in den 1960er Jahren auch in Deutschland den Ruf nach belastbaren Zahlen der auf den Seen und Flüssen rastenden und überwinternden Wasservögel auch in Deutschland laut werden lassen.
  Beide deutsche Staaten traten 1976 der Konvention bei. Die internationalen Wasservogelzählungen hatten quantitative Aussagen über die Verluste von Feuchtgebieten ermöglicht und so auch Politikern die Augen für diese weltweit bedrohten Gebiete geöffnet. Sieben Ramsar-Gebiete durfte (oder mußte?) Bayern auf Grund der erhobenen Daten als "Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung" melden, darunter den Starnberger See, den Ammersee und den Chiemsee.
1966/67 begannen freiwillige Feldornithologen, während der Wintermonate jeweils zur Monatsmitte synchron, das heißt an allen größeren Seen und Flüssen gleichzeitig, die Anzahlen und Arten der Wasservögel zu erfassen. Zusammen mit den international erfassten Werten führte dies bereits am 2.2.1971 in der iranischen Stadt Ramsar am Kaspischen Meer zur ersten internationale Konvention zum Schutz eines Biotop-Typus, der Feuchtgebiete - die "Ramsar-Konvention" zum weltweiten Schutz von Feuchtgebieten war geboren.   Umweltminister Schnappauf hat nun im November 2006 den ehrenamtlich engagierten Naturschützern auf einer Veranstaltung in Seebruck seinen Dank ausgesprochen. Einen Fortschritt in der Umsetzung der Ramsar-Konvention, etwa die seit Jahren versprochene, längst überfällige Ruhezonenregelung in den Ramsar- und Vogelschutzgebieten hat er dabei nicht mitgebracht...
   

Horst Guckelsberger

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