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LBV Starnberg |
| Die "Ramsar" - Konvention | |
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"Übereinkommen über
Feuchtgebiete, |
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Ramsar ist eine Stadt im Iran, am
Kaspischen Meer (nahe der größeren Stadt Rasht) gelegen, in der
1971 eine internationale Vereinbarung zum Schutz von
"Feuchtgebieten von internationaler Bedeutung" verabschiedet
wurde. Dieser "Konvention" traten 1976 die Bundesrepublik Deutschland wie
auch die DDR bei. Vorausgegangen waren internationale Wasservogelzählungen in den 1960er Jahren, welche einen dramatischen Rückgang an Wat- und Wasservögeln quantitativ fassbar gemacht. und den Verlust ihrer Lebensräume belegt hatten. |
Das Ramsar - Abkommen von 1971 ist das erste
globale Naturschutzabkommen, das sich den Schutz eines bestimmten
Lebensraum-Typus, eines bestimmten Ökosystems - Feuchtgebiete - zum Ziel
setzt, nicht (nur) den einer bestimmten Art. Es ist damit Wegbereiter für
das "Übereinkommen zum Schutz der biologischen und genetischen Vielfalt,
der "Biodiversität" des Planeten. Das Ramsar- Abkommen sieht sich als ein nicht unwichtiger Teil der UN - Biodiversitätsbewegung ("Konferenz von Rio" / Thema: "Nachhaltigkeit und Ausgewogenheit von ökonomischer, ökologischer und sozialer Entwicklung"). |
Das Ramsar - Abkommen hat damit ursprünglich den
weltweiten Schutz von Wat- und Wasservögeln und ihrer vielfältigen
Lebensräume - zum Ziel, gemessen an den
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Seit 1990 rückten angesichts der
fortschreitenden weltweiten Zerstörung der Feuchtgebiete, die auch als
Nahrungs- und Wasserreserven für den Menschen gesehen werden, weitere
Kriterien - nicht nur "Wasservogelzahlen" - in den Vordergrund. Vor allem
der weltweite Schutz der Fischfauna, aber auch der von Schmetterlingen,
Libellen, Amphibien, Reptilien etc. kann nun zur Ausweisung von Ramsar -
Gebieten führen. Hintergrund dieser Wandlung ist das Konzept der "sustainable utilization" und des (über diesen Gedanken hinausführenden) "wise use": Die Nutzung soll "nachhaltig" sein und darüber hinaus "wohl ausgewogen", sodass sie mit dem Erhalt der natürlichen Verhältnisse im Ökosystem vereinbar ist. |
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Deutschland hatte 1976 beim Beitritt 31
Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung" in Ost und West
gemeldet, darunter das Niedersächsische und das Hamburgische Wattenmeer, die
Elbaue bei Schnackenburg, Dümmer und Steinhuder Meer, der Ostsee-Bodden
Zingst-Hiddensee, das Müritz-Ostufer, das Wollmatinger Ried und Mindelsee am
Bodensee. In Bayern wurden sieben Ramsar-Gebiete gemeldet: die Donauauen - Donaumoos bei Günzburg, den Lech-Donau-Winkel, den Ismaninger Speichersee, der untere Inn zwischen Haiming und Neuhaus sowie großen Voralpenseen Ammersee, Chiemsee und Starnberger See. |
Deshalb schließt die Ramsar - Konvention nicht
Jagd oder Fischerei von vornherein und überall aus - es musste eine
Konvention bleiben, die für alle Staaten, insbesondere auch die der dritten
und vierten Welt, akzeptabel ist: dort ist "Naturschutz" noch
weniger per se
überzeugend. Vermittelbar sollte dort der Erhalt der Ressource
"Feuchtgebiet" mit der Möglichkeit einer nachhaltigen Nahrungsversorgung
(Fischfang, Proteinversorgung!) sein.
Zum 2.2.2007 sind 154 "Vertragsparteien", also Staaten, der
Ramsar-Konvention beigetreten, haben 1.641 Gebiete mit einer
Gesamtfläche von 146 428 199 ha gemeldet. Dies entspricht weit mehr
als der
Fläche von Deutschland, Frankreich und Schweden zusammen. |
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