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LBV Starnberg |
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Starnberger See - Natur und Kultur |
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Die Roseninsel im Starnberger See |
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Amtlicher Führer, bearbeitet von Elmar D. Schmid |
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| Hrsg.: Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, München 2003 | |
| ISBN: 3-932982-49-5, ca. 90 S., mit zahlr. z. T. farbigen Abbildungen und Plänen, 4 EUR | |
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Die
Bucht bei der Roseninsel ist eines der
bevorzugten winterlichen Rastgebiete für Wasservögel - vor allem von Oktober
bis Januar kann man sie, sofern sie nicht gestört wurden, in großer Anzahl
und dichte dort erleben. Über die Roseninsel liegt nun eine kleine Broschüre
vor: Von der sehr knapp gefassten Geologie über die Vorgeschichte ins Mittelalter und ins 19. Jahrhundert führt das Büchlein über die Insel Wörth, die ab 1853 als "Roseninsel" zum (Ferien-) "Domizil der Könige von Bayern" wird. Maximilian II. von Bayern, Ludwig II., die Zarin Maria Alexandrowa und - natürlich - Kaiserin Elisabeth von Österreich, "Sisi", und ihre Beziehungen zur Roseninsel werden kurz und prägnant als historischer Hintergrund lebendig gemacht. Im Mittelpunkt aber steht die Geschichte der Casino- und Gartenanlage, die nach dem Tode Ludwigs II. in einen Dornröschenschlaf verfällt, aus dem sie ab 1997 durch umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen erweckt wird. Die Gartengeschichte, die mit dem Namen eines der berühmtesten Gartenarchitekten des 19. Jahrhunderts, des "Generaldirektors der kgl. Preußischen (!) Hofgärten", Peter Joseph Lenné verbunden ist, wird ebenso prägnant behandelt: "Es verblieb nur das Rosenrondell ... als dominierender formaler Gartenraum. 360 Hochstammrosen und 1.000 "Centifolien" (die Kohlrose Rosa centifolia) , aber auch zahlreiche, über die ganze Insel verstreute Strauchrosen verströmten ihren Duft über die Insel." und: "Mit der bewussten Verknüpfung von landschaftlichen und formalen Gartenstrukturen hatte Peter Joseph Lenné den Weg zum Historismus in der Gartenkunst geebnet." Die Wiederherstellung des "pompejanischen" Casinos (zur Zeit der Erbauung wurden Pompeji und Herculaneum ausgegraben und dort die farbigen Fresken entdeckt) und des Gartens auf der Roseninsel wie auch die Restauration der "bayerischen" Glassäule wird im abschließenden Abschnitt zusammengefasst. Der benachbarte Feldafinger "Lenné-Park", der ebenfalls sorgsam - und zunächst gegen etliche Widerstände - restauriert wird, dürfte hoffentlich in einer späteren Publikation gewürdigt werden. Leider werden die "Mitarbeiter der örtlichen Verwaltung", die dabei Vorbildliches geleistet haben und leisten, in dem empfehlenswerten Führer nicht genannt: Es sind dies Josef Schwab und Bernd Rogge. |
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H. Guckelsberger |
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