| Pressespiegel |
LBV Starnberg |
| zum Gewässerentwicklungsplan Starnberger See | |
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Starnberger SZ vom 17.5.2006 |
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| Weißes Nashorn vom See | |
| Am Ostufer wächst seltenes Vergissmeinnicht | |
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Foto: Hans Werner / oh |
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Ein Relikt aus der Eiszeit: das akut vom Aussterben bedrohte Bodensee-Vergissmeinnicht. |
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| St. Heinrich ■ "Es ist seltener als das Weiße Nashorn", sagte Horst Guckelsberger vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) kürzlich auf einer Veranstaltung zum Gewässer-Entwicklungs-Plan im Berger Rathaus. Guckelsberger propagierte in seinem Vortrag nicht etwa die Ansiedlung des afrikanischen Riesen am Starnberger See, sondern berichtete vielmehr über ein sehr kleines, fast unscheinbares Pflänzchen: das Bodensee-Vergissmeinnicht. Ein blaues Blümchen, das es "nur noch an zwei Stellen auf der Welt" gibt: am Bodensee und eben am Ufer des Starnberger Sees im Gemeindebereich Münsing. Den genauen Platz halten die Naturschützer geheim, aus Angst, das seltene Gewächs könnte ausgegraben werden. In früherer Zeit soll das Bodensee-Vergissmeinnicht wie ein blaues Band die Kiesufer der Seen im Voralpenland gesäumt haben. Heute gehört es zu den seltensten Arten weltweit und ist akut vom Aussterben bedroht wie eben das Weiße Nashorn. |
Und noch eine Besonderheit birgt
das südliche Ostufer des Starnberger Sees: eine Kolonie
Flussseeschwalben auf einem Nistfloß des LBV in der Bucht von
St. Heinrich. Rund 50 Brutpaare sind es im Normalfall, im
vergangenen Jahr waren es sogar 98. In der Regel brütet vor St.
Heinrich stets mehr als ein Drittel aller bayerischen
Flussseeschwalbenpaare. Diese Vogelart hat ihre natürlichen
Brutplätze auf einsamen Kiesbänken oder Inseln aus Schilf durch
den stetig steigenden Freizeitbetrieb an Seen und Flüssen längst
eingebüßt, so dass die Tiere heute nur noch auf künstlichen
Flößen brüten können. Die Bucht von St. Heinrich ist übrigens
fast auf den Tag genau vor zehn Jahren gesetzlich unter Schutz
gestellt worden - am 15. Mai 1996. Die Flachwasserzone ist zudem
als Fischschonstätte ausgewiesen. In diesem Zusammenhang zollt Guckelsberger den Berufsfischern Anerkennung. Man arbeite konstruktiv zusammen, sagt er. Probleme gebe es vielmehr mit Starkwind-Surfern und Ballonfahrern - letztere passierten das Brutgebiet mitunter in viel zu geringer Höhe. |
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Sabine Bader |
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