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LBV Starnberg

Kooperation Forst / LBV für seltene Baumarten

aus: Starnberger /Wümtal-Merkur 16.11.2007

GRÜNE SPENDE AUS HAMBURG  

1000 Eiben für den Stiftungswald

Eiben sind extrem selten. Im Würmtal soll sich das nun ändern. Dank einer Spende können weitere 1000 Exemplare gepflanzt werden.  

von VICTORIA STRACHWITZ

Stockdorf/Neuried – Im Mittelalter wurde Eibenholz für Bögen genutzt, später wurde der Baum abgeholzt, damit sich Weidetiere nicht vergiften, und noch heute sind Eiben die Leibspeise der Rehe. „Flächig ist die Eibe bei uns ausgerottet", sagt der Revierleiter der Städtischen Forstdienststelle Forst Kasten, Josef Wöhrle. Der Nadelbaum steht auf der roten Liste.

Im Stiftungswald Forst Kasten wurden in den vergangenen zehn Jahren 4000 Eiben gepflanzt. Damit soll der Fichtenwald allmählich zum Mischwald werden. Doch wie der Revierleiter gestern bei einem Pressegespräch erklärte, sind das zu wenig. Ihm schweben bis zu 8000 Stück vor. Erst dann sei der Baum wieder heimisch. Doch Eiben sind schwer zu bekommen. Das macht die Sache teuer. Ein fünf bis sechs Jahre altes Bäumchen kostet zwei bis 2,50 Euro. Dazu kommen die Kosten für die Pflanzung. Also sucht Wöhrle Spenden.

Die Hamburger Stiftung „Unternehmen Wald" hat gerade vorgemacht, wie es gehen kann. Vor etwa einem Jahr meldete sich die Stiftung bei Sebastian Werner vorn Landesbund für Vogelschutz in Starnberg.

Sie war auf der Suche nach einem Projekt in Bayern. Die Pflanzung von 1000 Eiben fand Gefallen und so spendete die Stiftung 2000 Euro für die Umsetzung. Als Mitglied der Fachgesellschaft „Die Eibenfreunde" ist Wöhrle Experte für Eiben und fördert diese Bäume in seinem Revier ganz besonders. So leitete Werner die Spende in Wöhrls Revier. Jetzt wird gepflanzt.

Das Gute an der Eibe sei, dass sie sich gut anpassen kann und nur zehn bis 15 Meter groß wird. „Sie lebt immer im Schatten der anderen Bäume und nimmt ihnen nichts weg", sagt Wöhrle. „Ob der Baum wirtschaftlich was bringt, werden die nachfolgenden Generationen feststellen", erklärt der Experte. Eiben wachsen langsam. „Man muss 400 Jahre warten", schätzt Wöhrle. „Gleichzeitig ist es die langlebigste Baumart bei uns. Eine Eibe kann 800 Jahre alt werden."

Foto: Pool

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siehe auch: Pflanzen von Tausenden Eiben (SZ-STA, WT v. 16.11.2007)

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