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Starnberger See - Gewässerentwicklungsplan
Vorstellung des "GEP" beim Starnberger Kunstkreis "BUZENTAUR"

Starnberger Merkur vom 25.11.2005

Starnberg (ig) - Die Bewahrung der Natur- und Kulturlandschaft Starnberger See stand im Mittelpunkt des Vortrags, zu dem der Kunstkreis Buzentaur am Mittwoch in die Schlossberghalle eingeladen hatte.
Referent Horst Guckelsberger, bekannt als Kreisvorsitzender des Landesbundes für Vogelschutz (LBV), referierte über Bedeutung und Ziele des neu erstellten Gewässer-Entwicklungsplans (GEP), für den Starnberger See.

"Der See ist unser Naturerbe und unser Kapital", betonte Guckelsberger und belegte die Schönheit der Landschaft mit wunderbaren Dias und Luftbildern. Für den See typisch sei die enge Verflechtung menschlicher Nutzung mit dem Naturraum. Kunstvoll angelegte Parks, Villen, große Erholungsgebiete wechseln ab mit landwirtschaftlich genutzten Flächen und naturbelassenen Gebieten.
Bereits in den 70er Jahren hatten Staat und Seegemeinden durch den Bau der Ringkanalisation die Grundlagen geschaffen, dass der Starnberger See heute eines der saubersten Gewässer Bayerns ist. Um dies zu erhalten und weiter zu verbessern, ist laut GEP noch einiges zu tun: Die Sanierung der Bachzuläufe, eine Umstellung auf extensive Nutzung der Verlandungszonen, gegebenenfalls der Rückbau von Uferbefestigungen und Bauleitplanungen, um Neubauten im Außenbereich zu verhindern. Dazu sei eine Zusammenarbeit der acht Seegemeinden und der drei Landkreise dringend erforderlich, appellierte Guckelsberger.

Ob Tourismus oder Freizeitangebote, immer versuche man eine Verbesserung im Konsens mit den Nutzern zu erreichen. In diesem Zusammenhang wies Walter Schramm vom Wasserwirtschaftsamt München, "der Vater des GEP", wie Guckelsberger sagte, auf die große Chance hin, die sich der Stadt Starnberg durch die geplante Umgestaltung ihres Seeufers jetzt böte: "Ein guter Kompromiss zwischen Nutzung und Natur bringt beide Seiten weiter.


"Man sollte einen so wichtigen Teil des Gemeinwohls nicht sich selbst überlassen",. mahnte Guckelsberger. Hier setzt der GEP an, der gemeinsam von 'staatlichen Organisationen und Verbänden ausgearbeitet wurde. Der GEP ist rechtlich nicht bindend. Er enthält Grundlagendaten zu Besiedlung und Bebauung, Wasserqualität, Flächennutzung des Ufers, zum Tourismus sowie eine Aufnahme der Tier- und Pflanzenvielfalt in und um den See. Der Plan zeigt auf, wo es noch Probleme gibt und bietet Lösungsvorschläge an.
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