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| Jahreshauptversammlung 2005 |
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Starnberger Merkur vom 11.11.2005 |
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Weßling (si) - "Mit Sachverstand
und Augenmaß die Belange der Natur glaubwürdig vertreten",
lautet die Devise von Horst Guckelsberger, Starnberger
Kreisgruppenvorstand des Landesbundes für Vogelschutz (LBV). Auf
der Jahresversammlung in Weßling zeigte er sich zufrieden, was
bei der Ampermoosvernässung und beim Landesentwicklungsplan
Starnberger See erreicht wurde. Finanziell schnitt die
Kreisgruppe 2004 dank vieler Spender mit einem Plus ab. In diesem Jahr wird sie, wie es derzeit aussieht, ins Minus rutschen. "Die Zeiten sind schwer und die Finanzen fließen nicht mehr so leicht wie früher", beschrieb der stellvertretende Landesvorstand des LBV, Hans-Joachim Leppelsack, die derzeitige finanzielle Lage. Auch Vorstand Guckelsberger weiß, dass ohne Spender und freiwillige Mitarbeiter weniger erreicht worden wäre. Vor allem Geschäftsführer Sebastian Werner, der aus 30 bezahlten Arbeitsstunden meist 60 werden lässt, sorgte 2005 bei rund 50 Behörden- und Ortsterminen für gute Kontakte. Er ist für die Betreuung von Wald-, Wiesen- und Feuchtgebieten zuständig, von denen rund 80 Prozent im Landkreis Starnberg liegen. Sein Augenmerk gilt der Pflege des |
stark gefährdeten Weißen
Veilchens, sowie dem Hirschkäfer, der Wechselkröte und dem
Blauschillernden Feuerfalter. Die Liste der Arbeitsschwerpunkte,
die dieses Jahr angepackt wurden, ist lang. Zu den wichtigsten
Punkten gehört der Planfeststellungsbeschluss zur
Wiedervernässung des Ampermooses, der Ende November im Sinne des
LBV veröffentlicht werden
❑ Erst Pflege macht Vernässung erfolgreich soll. Auf den Erfolg ließ
Guckelsberger jedoch gleich ein "Aber" folgen: Erst eine
großflächige, fachgerechte Pflege des Moorgebiets, die die
gleiche Bedeutung wie die Vernässung habe, mache das Projekt
langfristig erfolgreich. |
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| Das LBV-Mitglied Eugen Mangold machte den vielen Mitgliedern und Aktiven, die zur Jahresversammlung gekommen waren, auch in diesem Jahr mit seinen Anträgen das Leben schwer. Erst gefiel ihm die Wahl des Versammlungsleiters Matthias Luy nicht, weil der LBV-Angestellter sei und kein Mitglied. Da aber die Anwesenden bis auf den Antragsteller und einer Enthaltung mit der Wahl zufrieden waren und sich niemand anders zur Wahl stellte, wurde das Begehren abgewiesen. Dann forderte Mangold während der Tätigkeitsberichte eine Aussprache über Spenden und Mitgliederzahlen. |
Anschließend bombardierte er
Schatzmeisterin Ingrid Hennig mit seiner Kritik an
Jahresabschluss und Spendenverwendungspraxis. Nachdem ihm
Vorstand Horst Guckelsberger ausführlich, wenn auch ein wenig
genervt, den Vorgang zum wiederholten Male erklärte - der
Landesvorstand hatte das auch schon versucht - platzte einem
Mitglied der Kragen: "Wir haben damit schon viel Zeit
verschwendet und wollen davon nichts mehr hören."
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