| Service - Pressespiegel |
| Ampermoos nach dem Hochwasser vom August 2005 |
|
Starnberger Merkur vom 2.9.2005 |
|
Besorgte Mienen am Ampermoos |
|
| Hochwasser verzögert Mahd auf Streuwiesen - Gebeutelte Fauna | |
| Stegen (vs) - Üblicherweise wird am 1. September mit dem Mähen der Streuwiesen begonnen. Heuer zögert sich das hinaus. Die Bauern befürchten, dass sie jetzt doch noch Streu dazukaufen müssen. Im Ampermoos hat das Hochwasser zwei Drittel der Wiesen und einige am südlichen Ende des Ammersees überflutet. Bis alles wieder trocken ist und gemäht werden kann, wird es zwei bis drei Wochen dauern. | Voller Stolz berichtet er von seinen Erfolgen mit den Streuwiesen in den vergangenen Jahren. "Die regelmäßige Pflege macht sich bemerkbar." Die Artenvielfalt komme zurück. Typisch für Streuwiesen sei der Duftlauch und der Teufels-Abbiss, inzwischen gebe es davon ein Blütenmeer. |
| Im Gegensatz zur Futterwiese dient der Ertrag der Streuwiesen dem Einstreuen der Ställe. Es ist nicht weiter schlimm, dass die Pflanzen im Ampermoos noch eine Weile gedeihen. Schlimm ist, dass den Bauern allmählich das Streu der letzten Saison ausgeht und sie bald gezwungen sein werden, noch welches hinzuzukaufen. Ramsar-Gebietsbetreuer Christian Niederbichler meint, das Pfingsthochwasser von 1999 sei zwar schlimmer gewesen, aber dieses sei “jetzt zu einem sehr blöden Zeitpunkt gekommen". Einige neue Landschaftspflegewiesen, die heuer zum ersten Mal gemäht werden sollten, wären bereits im August an der Reihe gewesen; aber auch da war es zu nass. So gerät alles in Verzug. | Die Folgen des Hochwassers für die Tier-, beziehungsweise Schmetterlingswelt fallen dagegen vergleichsweise verheerend aus. Zwei Hochwasser innerhalb kurzer Zeit - das sei zu viel gewesen. Raritäten wie der Enzian-Ameisenbläuling und der Abbiss-Scheckenfalter, der sich gerne in der Nähe des Teufelsabbiss aufhält, seien nach dem Pfingsthochwasser von 1999 komplett verschwunden. Erst heuer hätten er und seine Mitarbeiter festgestellt, dass alle wieder da waren. "Wie die das jetzt. wieder wegstecken, wissen wir noch nicht", sagt er bekümmert. In der Regel beleben die Schmetterlinge und Raupen, die im Trockenen überlebt haben, die von der Flut betroffenen Gegenden. |
| Das Ampermoos ist laut Niederbichler nicht so sehr betroffen wie der südliche Ammersee. Dort sei der ganze Schlamm über die Wiesen gespült worden. Und zum Einstreuen seien verschlammte Gräser nicht geeignet. Diese würden im trockenen Zustand zu Staub. Das sei den Tieren nicht zumutbar. Niederbichler hofft, dass ein Gewitter den Schlamm noch rechtzeitig abwäscht. | |
| zu Aktuelles 2005 |
|
| zu: Ampermoos | |