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LBV Starnberg

Ampermoos - wie geht es weiter?

Starnberger Merkur, 27.5.2005

Inning (si) - Die Wiedervernässung des Ampermooses ist ein großes Stück vorangekommen. Die fachliche Bearbeitungsphase des Landratsamtes Fürstenfeldbruck ist beendet, zirka 650 Einwände wurden bearbeitet. In Kürze werden die Akten an die Regierung von Oberbayern weitergegeben. "Licht am Ende des Tunnels" sieht Horst Guckelsberger, Vorsitzender der Starnberger Kreisgruppe des Landesbundes für Vogelschutz (LBV), für das seit 1996 laufende Projekt. Einen Termin für den ausstehenden öffentlichen Beschluss konnte Guckelsberger auf der LBV-Versammlung am Mittwoch-abend nicht nennen, vermutet ihn jedoch am Jahresende.

Aber auch bei einem rechtskräftigem Beschluss dürfe man sich nicht zu früh freuen, warnte der LBV - Vorsitzende. Klagen seien bereits angekündigt worden, und die könnten das Projekt auf Jahre hinaus verzögern. "Doch der Bau der Sohlschwelle allein bringt noch kein funktionsfähiges Niedermoor" , lautet Guckelsbergers Einwand Nummer zwei.

 
Wichtig sei die Fortführung der qualifizierten Pflege des 240 Hektar großen Gebiets. Im vergangenen Jahr kürzte der Freistaat seine Zuschüsse, doch dank Ramsar-Gebietsbetreuer Christian Niederbichler ist die Landschaftspflege durch eine EU-Mitfinanzierung für die nächsten fünf Jahre gesichert.

Wie wichtig die Pflege für Tiere und Pflanzen ist, zeigt die Ansiedlung von Kiebitzen und Bekassinen sowie das Gedeihen von seltenen Orchideen im Arbeitsgebiet des Starnberger LBV. Doch die Mühe nützt wenig, wenn in der Brutzeit neben den natürlichen Feinden wie dem Fuchs auch Jogger und frei laufende . Hunde die Vögel zusätzlich . Aufscheuchen und am Brüten hindern. "Über die Pflegefinanzierung nach dem Auslaufen des Vertrags muss jetzt nachgedacht werden ", mahnt Guckelsberger. Einerseits werde der LBV den Staat nicht aus der Pflicht lassen, - andererseits müsse eine Finanzierung ohne Staat, zum Beispiel durch eine Stiftung, überlegt werden. Eine angedachte Kostenreduzierung der Niedermoorpflege durch Wildpferde und Rinder sei illusorisch. Dafür sei das Ampermoos zu feucht, und die Tiere müssten fachgerecht betreut werden.

Anmerkung: Das Ampermoos hat eine Gesamtfläche von 525 ha, wovon etwa die Hälfte - die o. g. ca. 240 ha - in die Pflege gebracht wurden.       H. G.
 

zu Ampermoos

Eine freudige Nachricht: Ampermoos: Sohlschwelle zur Grundwasser-Wiederanhebung hat die letzten rechtlichen Hürden genommen. (PM des LRA FFB v. 16.3.2010 und Kommentar dazu)
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