| Pressespiegel |
LBV Starnberg |
| Saatkrähen in und um München | |
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MM vom 5./6.01.2005 |
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Fotos: dpa/Landesbund für Vogelschutz |
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VON ERIK SPEMANN |
Von Lindeiner: "Sie halten den Kontakt untereinander aufrecht. Dazwischen streiten sie sich auch um den besten Ast." V on manchen Vögeln sei bekannt, dass sie über Jahre hinweg denselben bevorzugten und immer wieder zurückkehrten. Bevorzugt überwintern die Saatkrähen südlich der Donau. Der Artenschutzreferent nennt die Großräume Augsburg und München. Aber auch Würzburg, Schweinfurt und Nürnberg sagen ihnen zu. In einer gemeinsam von Vogelschutzbund und Bayerischem Landesamt für Umweltschutz herausgegebenen Saatkrähen-Broschüre heißt es: "Die verschiedenen Formen ihres hochsozialen Verhaltens bieten für jeden spannende und interessante Beobachtungsmöglichkeiten. " Der Vogel-Experte Robert Reisinger von der Kreisgruppe München des Landesbunds für Vogelschutz und speziell mit Saatkrähen- und Kiebitzschutz befasst, berichtet von kleiner werdenden Kolonien der Wintergäste. Er vermutet die Ursache dafür im osteuropäischen Brutgebiet, wo zum Teil die Ackerfluren ausgeräumt würden und das Nahrungsangebot zurückgehe. Vor fünf Jahren noch sei der Himmel beispielsweise über dem Nymphenburger Schlosspark fast sprichwörtlich schwarz geworden, wenn allein dort zehntausende von Saatkrähen ihre Schlafbäume aufgesucht hätten. Und zwischen 50.000 und 100.000 seien noch vor etwa zehn Jahren aus allen Himmelsrichtungen zur Aubinger Lohe (südwestlich von München) als zentralem Schlafplatz gezogen. Sind die Wintergäste wieder in ihre Heimat geflogen, bleiben die heimischen Saatkrähen zurück. Noch um 1900 herum gab es davon fast 11.000 Brutpaare in Bayern. Doch die Intensivierung der Landwirtschaft mit Hang zu Monokulturen und Pestizideinsatz gegen allerlei “Schädlinge", die auf dem Speiseplan der Saatkrähen stehen, und daneben auch die Jagd führten zu drastischer Reduzierung. Inzwischen greifen amtliche Rettungsmaßnahmen wie ehrenamtliche Bemühungen der Vogelschützer, und die Bestände haben sich wieder gefangen "auf niedrigem Niveau", wie Reisinger sagt. Auffallend ist dabei die ungleichmäßige, inselartige Verbreitung der gut 3.200 Brutpaare: Nach Beobachtungen des Experten leben davon etwa 2000 in Schwaben, 500 in Oberbayern (unter anderem im Großraum München, Ammersee-Gegend und bei Landsberg), der Rest vorwiegend in Niederbayern und Unterfranken. "Der ganze östliche Bereich Oberbayerns ist annähernd saatkrähenfrei ", so Reisinger. Keinerlei Bestandsprobleme hat dagegen die Rabenkrähe: "Sie hat sich die Städte voll erschlossen und brütet sogar am Stachus." |
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Als Wintergäste zur Zeit recht häufig, als heimischer Brutvogel selten: Die Saatkrähe |
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Saatkrähen keine Nesträuber Im Gegensatz zur Rabenkrähe,
die ihr Brutrevier auch gegenüber Artgenossen verteidigt, brütet
die heimische Saatkrähe in Kolonien. |
Dagegen ist sie kein Nesträuber: “Eier oder Jungvögel gehören nicht zu ihrem natürlichen Nahrungsspektrum, wodurch sie sich von anderen Rabenvögeln unterscheidet”, versichert der Landesbund für Vogelschutz. Ebenfalls frisst sie kein Niederwild wie Junghasen. |
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