LBV ruft auf, gegen die Aushöhlung des Waldgesetzes und gegen die
Zerschlagung der Forstämter zu protestieren!

Großdemonstration am 10.12.2003 in München, am Odeonsplatz,
Beginn 13.00 Uhr, Abschlusskundgebung um 14:30, auch am Odeonsplatz
Als Mitglied des Bürgerwaldforums unterstützt der LBV die Demonstration.
Gemeinsam mit Forststudenten und Vertretern der Forstämter demonstrieren alle im Bürgerwaldforum zusammen geschlossenen Verbände.
Wir halten diese Aktion für wichtig, weil bekannt wurde, dass die Staatsregierung sehr weitreichende Einschnitte im Bereichen Forsten plant.
Diese sind im einzelnen:
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Waldpädagogik soll abgeschafft werden
Waldfunktionsplanung soll abgeschafft werden
die Bewirtschaftungsverträge mit den Kommunen sollen zum Jahresende gekündigt werden, so dass hier die Bewirtschaftung für die Kommunen wesentlich teurer wird bzw. gar nicht mehr durch den Staat erfolgen wird.
Dies würde ein deutliches Absinken der Bewirtschaftungsstandards nach sich ziehen. Damit wäre die vorbildliche Bewirtschaftung des Körperschaftswaldes nach Art. 19 BayWaldG in Gefahr.
es soll keinerlei Beratung mehr durch die öffentliche Hand geben, auch keine Beratung der FBGs < (Privaten oder körperschaftlichen) Forstlichen Betriebsgesellschaften> durch Forstbehörden
es soll keinerlei forstliche Mittelbehörde im Hoheitsbereich geben, z.B. an der Regierung <etwa von Oberbayern>
Jagd soll ans Landratsamt, d.h. nicht an das Amt für Ländlichen Raum (Landwirtschaft und Forst) verlagert werden
In einer Arbeitsgruppe wird die Organisationsform einer AG oder GmbH geprüft und angestrebt, nicht mehr die Anstalt öffentlichen Rechts; bei keiner der diskutierten Varianten soll der Forstbetrieb in das Amt für Ländlichen Raum integriert werden.
Eine Privatisierung in Form einer AG wie bei den österreichischen Bundesforsten oder die Umwandlung in einen staatlichen Eigenbetrieb lehnt das Bürgerwaldforum entschieden ab, weil dann die vielfältigen Gemeinwohlleistungen < Saubere und kühle Luft, sauberes Wasser, Bodenschutz, Schutz vor Immissionen, Hochwasser, Lawinen, Artenschutz, Erholungsfunktion etc
> nicht mehr vorbildlich und vorrangig erfüllt würden.
Wir wenden uns ebenso gegen die anderen o. g. Vorhaben.
Dieser Kahlschlag im Forst ist noch abzuwenden, dazu braucht es aber neben dem Engagement der Verbände auch eine intensive Unterstützung durch die breite Öffentlichkeit und eine öffentliche Diskussion über die Auswirkungen einer derart weit reichenden Kahlschlagspolitik.
Landesbund für Vogelschutz in Bayern e. V.
Ulrike Lorenz
Kornstr. 10
86391 Leitershofen
               Einfügungen durch LBV-STA in  <....> zur  zur Verdeutlichung < siehe auch:
Landtagspetition Buergerwaldforum.pdf >