LBV-Gebietsbetreuung Starnberger See

LBV Starnberg

LBV - "Gebietsbetreuung Starnberger See"
Franz Wimmer, Dipl.-Forstwirt (Univ.)

Termine: Vorträge und Führungen

Der Starnberger See besitzt eine überragende Bedeutung als Rast- und Überwinterungsgebiet für Wasservögel. Er gehört zu den wenigen „Feuchtgebieten von internationaler Bedeutung“ (Ramsar-Gebiet) in Deutschland und wurde deshalb auch als „Europäisches Vogelschutzgebiet“ nach der EU-Vogelschutzrichtlinie sowie als FFH-Gebiet in das Netz „Natura 2000"  aufgenommen. Aber auch seine nähere Umgebung wie das Leutstettener Moos und die see-nahen Uferbereiche sind überaus wertvolle Naturräume mit einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt.
Zugleich leben und arbeiten in diesem Gebiet über 120.000 Menschen, und durch die Nähe der Landeshauptstadt ist es von herausragendem Interesse für Freizeit und Erholung.
Für die naturschutzfachliche Betreuung des Starnberger Sees und Umgebung konnte vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) eine Stelle für die Gebietsbetreuung eingerichtet werden.
Als Gebietsbetreuer freuen wir uns, Ihnen ab 1.4.2008 Dipl.-Forstwirt (Univ.) Franz Wimmer, vorstellen zu können. Er ist - leider nur noch mit einer halben Stelle dotiert - Nachfolger der bisherigen Gebietsbetreuerin Annette Saitner. Franz Wimmer ist dabei, sich mit Unterstützung der Behörden in die umfangreiche Thematik einzuarbeiten. Das Büro wurde neben der "Ramsar-Gebietsbetreuung Ammersee" in der Alten Brauerei Stegen in Inning eingerichtet.

Wir kennen Franz Wimmer seit früher Jugend als engagierten Natur- und Vogelschützer, in seiner Diplomarbeit hat er sich mit Fragen der Wildbiologie beim Auerhahn auseinandergesetzt, er hat sich zum ehrenamtlichen Biber-Berater ausbilden lassen und ist amtlich bestellter  Naturschutzwächter des Landkreises Starnberg.


Die Aufgaben des Gebietsbetreuers umfasst die ganze Palette des Naturschutzes, sie sind keineswegs auf den „Vogelschutz“ reduziert. Vorrangige Aufgaben sind

Öffentlichkeitsarbeit
, um den Informationsstand der Bevölkerung - z.B. durch Führungen, Vorträge und Pressearbeit - zu verbessern und um

  • Verständnis und Akzeptanz von naturschutzfachlich notwendigen Entscheidungen und Maßnahmen zu fördern; dabei soll unter anderem die internationale Bedeutung des Starnberger Sees als Rast- und Überwinterungsgebiet für Wasservögel (mit über 20.000 überwinternden Wasservögeln) sowie als landesweit bedeutsames Brut- und Mausergebiet im öffentlichen Bewusstsein weiter verankert werden; zugleich soll auf die besondere botanische Ausstattung der Umgebung des Sees aufmerksam gemacht werden.

  • Zusammenarbeit und Beratung von Gemeinden, Verbänden und Behörden bei Nutzer- und Besucher lenkenden Maßnahmen

  • Vermittlung zwischen verschiedenen Interessengruppen

  • Verbesserung des Kenntnisstandes über das Gebiet und die Aufgabe, auf Lücken hinzuweisen und diese ggf. zu schließen (Bestandserfassung / Monitoring bzw. Anregung entsprechender Untersuchungen) und damit auch die Datengrundlage der Behörden zu verbessern und zu aktualisieren.

Aufgrund der EU-Vertragslage müssen Aufgaben der unmittelbaren „Umsetzung“ ausgeschlossen werden

Die Gebietskulisse wird nunmehr mit dem „Starnberger See" beschrieben

  • Starnberger See mit seinen Ufer- und Röhrichtzonen, Seeriedern, Quellmoorgebieten und Leiten

  • Teile des Leutstettener Mooses

Dabei wird er sein Augenmerk auch auf die Umsetzung des Gewässerpflege- und Entwicklungsplanes für den Starnberger See richten und dazu beratend tätig werden. Ein eigenes Führungsprogramm wird erarbeitet, das Faltblatt mit Wissenswertem zum Starnberger See als Europäisches Vogelschutzgebiet von Annette Saitner wird weitergeführt.
Zur Information der Bevölkerung wird - auch gemeinsam mit dem LBV Starnberg - die Beobachtung von Wasservögeln von festen Beobachtungsorten mit Spektiven nach dem britischen Vorbild des "showing birds to people" angeboten.
2005 wurden in der Starnberger SZ in einer Serie der "Wasservogel des Monats" (aus lizenzrechtlichen Gründen können diese originalen LBV-Beiträge hier nicht veröffentlicht werden) von Annette Saitner vorgestellt. Dabei sollten Basiskenntnisse über die Welt der Wasservögel in diesem Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung und EU-Vogelschutzgebiet vermittelt werden. 2006 folgte eine SZ-Serie über "Wiesenpflanzen im Landkreis Starnberg und im Würmtal".

Träger der Stelle ist der LBV als Landesverband, „angesiedelt“ ist die Stelle bei der LBV-Kreisgruppe Starnberg. Sie wurde als eine auf vorerst vier Jahre befristete volle Stelle zum 1.4.2008 auf Anregung durch die Regierung von Oberbayern eingerichtet. Finanziert wird die Stelle vom LBV mit finanzieller Unterstützung durch den Bayerischen Naturschutzfonds, kofinanziert von der EU.

Wir freuen uns, dass mit der Einrichtung und nun Verlängerung der Gebietsbetreuung ein von der LBV-Kreisgruppe Starnberg über viele Jahre verfolgtes Ziel erreicht wurde. Der bisherigen Linie des LBV Starnberg folgend soll die Gebietsbetreuung - in eigener Kompetenz und Verantwortung - der Unterstützung der Anliegen eines auf „Sachverstand und Augenmaß“ ausgerichteten Engagements für die Natur dienen.

Adresse ab 1.4.2008
LBV-Gebietsbetreuung Starnberger See
Franz Wimmer, Dipl.-Forstwirt (Univ.)
Landsberger Straße 57
Inning am Ammersee
 
Tel. (08143) 27 11 68, Fax: 
eMail: starnberger-see (at) LBV.de  (Die Email-Adresse ist zum Schutz vor spam inakiv)
Spendenkonto: Gebietsbetreuung Starnberger See,
Kto. 17 389 149 bei Kreissparkasse München Starnberg, BLZ 702 501 50

Träger der "Gebietsbetreuung Starnberger See" ist der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV). Das Projekt der wird gefördert mit Mitteln der Stiftung "Bayerischer Naturschutzfonds" und des Europäischen Sozialfonds.

Horst Guckelsberger

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