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Forstbehörden und -betrieb |
LBV Starnberg |
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Vormaliges Forstamt Starnberg (Bayerische Staatsforstverwaltung bis 1.7.2005) |
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| Vorbemerkung |
| Die nachfolgende Selbstdarstellung des in Abwicklung befindlichen Bayerischen Forstamtes Starnberg wird ab 1.7.2005 nur noch Geschichte sein. Infolge der sog. Forstreform von 2005 werden die bisherigen Staatsforstämter aufgelöst und die Aufgaben auf zwei derzeit noch im Aufbau befindliche Institutionen übertragen: |
| ► Die bisherigen sog. "hoheitlichen" Aufgaben sollen dann von der Außenstelle Schongau des Amtes für Landwirtschaft Weilheim wahrgenommen werden. |
| ► Der Staatswald wird dann von einer in Gründung begriffenen "Forst-Betriebsgesellschaft des öffentlichen Rechts" von München und Bad Tölz aus "verwaltet". |
| Die für den Herbst 2004 vorgesehene 200-Jahr-Feier des Forstamts Starnberg fand deshalb in einem sehr eingegrenzten Rahmen statt. Der Forstamtsleiter Dr. Volker Rausch, Nachfolger des langjährigen Leiters Peter Stahl, wurde im Frühjahr 2005 in der Ruhestand verabschiedet. Ein halbes Jahr vor der Auflösung wurde mit Michael Schießl noch einmal ein neuer Leiter bestellt, der die "in Auflösung befindliche Behörde" abwickeln muss. |
| Der LBV Starnberg bedauert, dass damit eine sehr positive Zusammenarbeit mit einer angesehenen und kompetenten Behörde beendet sein wird. Auch mit der Fortführung des Führungsprogramms "Mit dem Förster in den Wald", welches das Forstamt - teilweise gemeinsam mit dem LBV - angeboten hat, kann derzeit nicht gerechnet werden. |
| Der LBV hofft, dass, wenn auch unter erheblich erschwerten Bedingungen und nicht mehr ortsnah, auch in Zukunft eine ähnlich gute Zusammenarbeit möglich sein wird. |
| Auch hofft der LBV, dass Revierförster sich auch künftig für die beliebten gemeinsamen wald- und naturkundlichen Führungen zur Information der Öffentlichkeit bereit erklären. |
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H. Guckelsberger: |
| Selbstdarstellung des Forstamtes von 2004: |
| Dienstleistung aus Tradition und Fortschritt |
| Durch ein churfürstliches Edikt von Max-Josef III aus dem Jahr 1752 ist die Geburtsstunde der Forstverwaltung als der ältesten bayerischen Verwaltung belegt. Nach Kriegen, Übernutzungen und Raubbau an den Böden durch Vieheintrieb und Streunutzung waren die Wälder in einem desolaten Zustand. Sie glichen eher einer Parklandschaft. |
| Eine straffe Forstverwaltung ermöglichte einen neuen Aufbruch. |
| Die Wälder des Gerichtsbezirks Starnberg unterstanden damals dem Forstmeisteramt München. 1795 wurde erstmals das Revier Unterbrunn mit einem Unterförster in Traubing erwähnt. |
| Durch die Enteignung der klösterlichen Waldungen infolge der Säkularisation entstand im Jahr 1804 das Forstamt Starnberg. |
| Über die Jahrhunderte erlebten die Wälder eine wechselvolle Geschichte voller Rückschläge. Große Kalamitäten, z.B. mit riesigen Kahlflächen nach dem großen Nonnenraupenfraß Ende des 19. Jahrhunderts oder nach den Jahrhundertstürmen Vivian und Wiebke 1990 wurden als Chance genutzt, die neuen Wälder als Mischwälder wieder aufzubauen. |
| Im Jahr 2003 wurde das Forstamt Starnberg neu organisiert. Es ist nunmehr zuständig für alle Waldungen im Landkreis Starnberg und für die Privat- und Körperschaftswaldungen des Altlandkreises Weilheim. |
| Die Ansprüche an den Wald sind gewachsen und die Erfordernisse haben sich mit der Zeit verändert. Neben dem nach wie vor begehrten Rohstoff Holz liefert der Wald auch wertvolles Trinkwasser, er schützt vor Bodenerosion und muss als Erholungswald dem Freizeitverhalten der Bevölkerung gerecht werden. |
| Im Jahr 2004 feiert das Forstamt Starnberg seinen 200. Geburtstag. Aus diesem Anlass bietet es zum einen wieder zahlreiche Waldführungen an und zum anderen soll dieses Jubiläum auch mit einer Veranstaltung am 26.09.2004 würdig begangen werden. Das Programm wird rechtzeitig in der Presse bekannt gegeben. |