| Arbeitsgebiete - Presse |
| Neuer Gemeindeweiher von Buchendorf |
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Bericht im Starnberger Merkur vom 11.08.2004: |
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| Zarte Pflänzchen mit Füßen getreten | |
| Biotop an neuem Weiher bei Buchendorf angelegt | |
![]() Albert Soyer ist frustriert. Immer wieder trampeln Besucher durch das neu angelegte Biotop am Weiher in Buchendorf, immer wieder muss er Stellen frisch bepflanzen. |
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Foto: SvJ |
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VON NICOLE SIMÜLLER Buchendorf - Ein kleines Paradies wächst derzeit in den Wäldern bei Buchendorf. Albert Soyer hat dort in mühevoller Kleinarbeit ein Biotop um einen Weiher angelegt. Viele Besucher laufen in ihrer Neugier kreuz und quer über das Gelände und zerstören so viel von der teils unsichtbaren Arbeit Soyers. Auf den ersten Blick sieht das 1700 Quadratmeter große Areal wie eine Kiesgrube aus. Wer genauer hinsieht, bemerkt die ersten grünen Spitzen unzähliger Wildblumen, die das Gelände um den neuen Weiher in den nächsten zwei Jahren in ein Blumenmeer verwandeln sollen. Albert Soyer hat sie über Jahre selbst gesammelt. "Blühen werden die meisten von ihnen erst im nächsten Jahr", sagt er. Die Natur braucht eben ihre Zeit. Das aber wollen manche Besucher des Biotops nicht verstehen. Obwohl Soyer das Areal umzäunt hat und auf einem Schild darum bittet, das Gelände nur auf dem eigens angelegten Wall zu umrunden, laufen immer wieder Besucher quer durch die künftige Blumenwiese. Weil die dort gesäten Samen noch keine Wurzeln entwickelt haben, ist jeder Schritt quer durch die vermeintliche Kiesgrube Gift für die zarten Pflänzchen. "Sogar mit Pferden habe ich hier schon Leute durchreiten sehen", meint Soyer resigniert. "Großeltern lassen ihre Kinder an dem Weiher spielen. Andere lassen ihre Hunde frei laufen. " |
Auf sein Bitten, doch wenigstens nur den Wall zu betreten, bekommt der Naturliebhaber oft eine patzige Antwort. "Ich habe nichts gegen Hunde oder Kinder. Die können nichts dafür, was ihnen die Erwachsenen vormachen. Aber dieses Biotop ist für die Natur gedacht, nicht für den Menschen!" Albert Soyer will die Besucher nicht aussperren. "Die meisten sind ja vernünftig", sagt er. Doch einige haben offenbar verlernt, nur mit den Augen zu schauen. Unzählige Male wurde der Steinhaufen für die Eidechsen verwüstet, die Tunnels für die Frösche in den Teich geworfen, die Wasserpflanzen unter Steinen begraben. Unzählige Male frustrierende Arbeit für Soyer. "Die Leute verstehen nicht, was für einen komplexen Naturkreislauf sie hier zerstören", meint er. Deshalb bietet er Führungen, Tel (089) 8 50 73 34, durch das Biotop an: "Interessierte sind jederzeit willkommen." |