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Von Bernard Granier
Grafrath/Inning□
Für mehr Respekt im Umgang mit den Tieren in den Naturschutzgebieten rund um
den Ammersee bittet der Landesbund für Vogelschutz (LBV) vor allem
Spaziergänger, Mountainbiker und Hundebesitzer. Der Ramsar-Beauftragte
Christian Niederbichler fordert deshalb mehr. Rücksichtnahme für den zurzeit
brütenden Kiebitz und den Großen Brachvogel, von dem nur noch ein Paar im
Ampermoos vorkommt.
"Wird vor allem der Große Brachvogel in den ersten fünf Tagen beim Brüten
gestört, verlässt er das Gelege", sagte Niederbichler." Und da das leider
immer wieder vorkommt, hatten wir hier keinen Nachwuchs mehr in den
vergangenen Jahren. Doch die Vögel werden älter, und bald haben wir
vielleicht keinen Großen Brachvogel mehr im Ampermoos."
Und auch die Badegäste in Stegen und Oberndorf freuen sich nicht über die so
genannten" Tretminen". ► |
Rücksichtslose Hundebesitzer
Vor allem rücksichtslose Hundebesitzer, die ihre Tiere über die Wiesen und
in die Gebüsche laufen lassen, ärgern Christian Niederbichler. "Wenn die
Besitzer und ihre Hunde auf dem Weg bleiben würden, wäre das alles kein
Problem. Auch könnten sie dort frei laufen, wenn sie folgen und nicht jagen
würden."
Aus diesem Grund arbeitet Christian Niederbichler jetzt mit einem Inninger
Hundetrainingszentrum zusammen. Hier wird älteren Hunden speziell das Jagen
abtrainiert und Welpen werden von Beginn an richtig geprägt. "Wir haben
eine spezielle Methode, mit der wir eingefleischte Jäger von ihrer Passion
abbringen", sagte Alexandra Grunow. "Das geschieht natürlich nicht von heute
auf morgen. Die Methode besteht aus zwei Teilen. Zum einen aus intensiven
Suchspielen, nach Gegenständen und Menschen, sodass die Nase des Hundes
befriedigt, er im Kopf müde wird und bereit ist, mit uns zusammen zu
arbeiten und natürlich auch aus speziellen Unterordnungseinheiten mit einem
Abstoppkommando." |
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Christian Niederbichler befürwortet die Arbeit
der Hundeschule: "Wir finden das klasse, dass die Ausbilder mit den Hunden
auf einem Bauernhof das richtige Verhalten Tieren gegenüber trainieren. Das
hilft uns natürlich ungemein", sagte der Ramsar-Beauftragte. "Außerdem lernen die Leute gleich, mit einer Tüte auch den Hundekot
mitzunehmen und sich verantwortungsvoll zu verhalten, denn die Landwirte
schimpfen zu Recht, wenn die Hunde in die Wiesen machen." |
Geplant ist in den nächsten Wochen eine
gemeinsame Aktion der Hundeschule mit dem LBV: "Wir machen eine spezielle
Führung für Hundebesitzer durchs Ampermoos, um ihnen zu zeigen, wo die
sensiblen Zonen sind", sagte Niederbichler. "Ich hoffe, dass durch mehr
Information und Aufklärung von uns das Zusammenleben einfacher wird." |