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Der Ammersee |
LBV Starnberg |
| Ein Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung und EU-Vogelschutzgebiet | |
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Der Ammersee (Winterbild) ist vor ca. 15.000 Jahren entstanden am Ende
der letzten Eiszeit (Würm-Eiszeit). Er hat eine Fläche von 48 qkm und eine maximale Tiefe von 83 m. Hauptzufluss ist die aus dem Ammergebirge (Bild) kommende Ammer. Den einzigen Abfluss bildet die Amper, die den See bei Stegen durch das Ampermoos entwässert. Das Foto zeigt die Mündung der "Neuen Ammer" in den Ammersee von Osten aus der Luft. Teile des "Ammermooses", das Schutzgebiet "Ammersee-Süd" schließen sich südlich an (s. Luftbild: Ammersee von Süden). zu: Beobachtungsplattform Diessen (seit März 2010 fertig) |
| Vogelwelt am Ammersee: |
| a) Brutvögel |
| 302 Vogelarten wurden bisher - ständig, auf dem Durchzug oder selten - nachgewiesen, davon 149 Brutvogelarten |
| Häufige
Brutvögel Haubentaucher, Kormoran, Bläßhuhn, Lachmöwe, Feldschwirl, Sumpfrohrsänger, Teichrohrsänger, abgenommen haben Höckerschwan, Bläßhuhn, Kiebitz, Großer Brachvogel zugenommen haben Kormoran, Graugans, Schwanengans, Schwarzmilan, Weißkopfmöwe, Hohltaube, Schwarzkehlchen wechselnder Trend Haubentaucher, Wachtelkönig, Flußregenpfeifer, Lachmöwe, Flußseeschwalbe, Blaukehlchen Als Brutvogel verschwunden Rohrdommel, Zwergdommel, Birkhuhn, Schafstelze, Grauammer |
| Als Brutvogel
neu angesiedelt Kormoran, Graugans, Schwanengans, Kanadagans, Gänsesäger, Schwarzmilan, Schwarzkehlchen, Schlagschwirl, Saatkrähe Quelle: Jahresberichte der Schutzgemeinschaft Ammersee-Süd, Verf.: Dr. J. Strehlow) |
| b) Wintergäste am Ammersee |
| Viele Wasservögel
kommen aus Norddeutschland, vor allem aber aus Nordeuropa, zum Überwintern
an den Ammersee. Der Ammersee beherbergt
im
Winterhalbjahr etwa 10-mal so viele Wasservögel wie im
Sommerhalbjahr. Die häufigsten Arten: Stockente, Tafelente, Reiherente, Schellente, Blässralle |
| c) Durchzügler am Ammersee |
| Durchzügler (Maximalzahlen seit
1966) Bergfink ca.100 000, Rauchschwalbe 20 000, Reiherente 17 138, Star 15 000, Saatkrähe 6 000, Lachmöwe 5 000, Stockente 4 612, Feldlerche 3 500, Mehlschwalbe 3 000, Kiebitz 1 757, Schellente 1690, Haubentaucher 1 440, Mauersegler 1 000, Wacholderdrossel 1 000, Kolbenente 584, Krickente 564, Kampfläufer 480 insgesamt 153 Arten |
| d) Seltene Arten u.a. Säbelschnäbler, Silberreiher, Seidenreiher, Purpurreiher, Eiderente, Uferschnepfe, Odinshühnchen, Steppenflughuhn, Schwarzstirnwürger |
| Wasservogelzählungen |
| Seit 1966 werden
von September bis April monatlich die
Wasservögel gezählt, zu den international festgelegten Terminen. Seit
einigen Jahren werden am Ammersees die Zahlen über das ganze Jahr
ermittelt. Die Vogelzahlen schwanken im Lauf des Jahres erheblich. Die
wenigsten Wasservögel finden sich am Ammersee im Sommer ein, die meisten im
Winter. Zu einem einem anschaulichen Zeitungsbericht "Mit dem Wasservogelzähler unterwegs", der auch auf die Bestandsproblematik, die Störungen und die Notwendi9gkeit einer Ruhezonenregelung hinweist. Die Verteilung für das Jahr 2000 können Sie dem Diagramm 1 entnehmen (Ammersee2000). |
| Auch die Zahlen von Jahr zu Jahr sind unterschiedlich, 1968 zählte man 34 350 Wasservögel, im Jahr 1996/97 waren es nur 7 537. Die jährliche Verteilung können Sie dem Diagramm2 entnehmen. |
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| Von 32
Gastvogelarten nahmen 15 Arten zu, nur 3 Arten nahmen ab. Abgenommen haben
vor allem die Massenvogelarten Reiherente und Bläßhuhn sowie
Höckerschwan, Krickente und Stockente. Diese Abnahme ist sicherlich zu einem Teil der Änderung der Wasserqualität zuzuschreiben, bedingt durch die Ringkanalisation und die Phosphorverminderung. Die Fischfresser Haubentaucher, Kormoran und Gänsesäger durchliefen Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre ein Maximum, was auf eine Zu- und Abnahme der Fischbestände hinweist. Bei Betrachtung aller Daten wird aber klar, dass das Ökosystem Ammersee sehr komplex ist und keine einfachen Zusammenhänge anzugeben sind, die auf alle Arten passen. Die Zunahme von 15 Arten ist nicht Ammersee-spezifisch, sondern Folge allgemeiner Trends in Mitteleuropa.
Mit freundlicher Genehmigung der Schutzgemeinschaft Ammersee-Süd und Dr. J.
Strehlow und seinem Team: |
| Der Ammersee: Naturschutz siehe auch: Geographie / Politik / Naturschutz |
| Die "Ramsar Konvention" von 1971, ein internationales Abkommen, schützt den See mit dem südlich angrenzenden Ammermoos und dem nördlich anschließenden Ampermoos seit 1976 als "Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung". |
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Nach der EG Vogelschutzrichtlinie 1979 ist das Gebiet auch Europäisches Schutzgebiet (Special Protection Area SPA) ausgewiesen. Die Richtlinie hat das Ziel, sämtliche wildlebenden europäischen Vogelarten in ihrem Bestand dauerhaft zu erhalten. |
| Die vielfältigen Aufgaben für
das Ramsar-Gebiet Ammersee mit dem See, dem Ammermoos im Süden, dem
Ampermoos im Norden und dem Herrschinger Moos werden von einem
hauptamtlichen "Ramsar-Gebietsbetreuer Ammersee"
koordiniert, initiiert und begleitet.
(siehe http://www.ramsar-ammersee.de)
Daneben engagieren sich Naturschutzorganisationen wie LBV, BN und die "Schutzgemeinschaft Ammersee-Süd e.V." in dem Gebiet. |
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Aktuelle Vogelbeobachtungen in Bayern
siehe Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Oberbayern (http://www.bavarianbirds.de/) Vogelbeobachtungsturm in Planung: "Ausguck auf den Ammersee" - Aussichtsplattform 2009 genehmigt und finanziert - mit Kommentar. zu: Beobachtungsplattform Diessen seit März 2010 fertig |
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